Förderprogramme - Die Qualität der Investition steht im Fokus

Das wichtigste Förderprogramm für die regionale gewerbliche Wirtschaft, die Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur", kurz GRW-G, wird neu ausgerichtet. Sie ist künftig in zwei Richtlinien aufgeteilt.

Förderprogramme - Die Qualität der Investition steht im FokusMorgen findet in der Investitionsbank des Landes Brandenburg das "ILB-Forum: Das neue Förderangebot der GRW-G" statt. Dort wird die Weiterentwicklung der regionalen gewerblichen Wirtschaftsförderung vorgestellt. Die GRW-G teilt sich künftig in das "GRW-G Wachstumsprogramm für kleine Unternehmen" und die "GRW-G große Richtlinie". Dies soll den Belangen der in Brandenburg tätigen Unternehmen nun noch besser entsprechen. Zahlreiche Herausforderungen wie Innovationsorientierung der Unternehmen, Fachkräfteentwicklung, Klima- und Umweltschutz, die zukünftige EU-Kohäsionspolitik, aber auch künftig geringer werdende Fördermittel und eine notwendige Haushaltskonsolidierung bildeten dabei den Gestaltungsrahmen.

"Angesichts knapper werdender Fördermittel müssen wir die vorhandenen Mittel noch effizienter einsetzen. Wir konzentrieren uns daher auf qualitativ hochwertige Investitionen, die mit großen Einkommens- und Beschäftigungseffekten einhergehen und mit einer fairen Entlohnung verbunden sind, die auf Innovationen und ökologische als auch soziale Nachhaltigkeit setzen und regionalwirtschaftlich bedeutsam sind", sagte Wirtschafts- und Europaminister Ralf Christoffers. Hauptziel sei es, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen weiter zu verbessern. "Dies wollen wir vorrangig durch eine Steigerung der Innovationskraft erreichen."

"Zum ILB-Forum erwarten wir rund 150 Teilnehmer aus Wirtschaft, Politik, Kammern und Wirtschaftsfördereinrichtungen. Um die Unternehmen brandenburgweit über die Neuerungen in der gewerblichen Förderung zu informieren, führen wir in den nächsten Wochen mit unserem Partner ZAB vier Regionalforen im Land durch", erläutert Tillmann Stenger, Mitglied des Vorstandes der Investitionsbank des Landes Brandenburg.
"Die neue Wirtschaftsförderung ist konsequent auf die Stärken in den Clustern des Landes und der Hauptstadtregion ausgerichtet", betonte der Sprecher der ZAB-Geschäftsführung, Dr. Steffen Kammradt. "Brandenburg bündelt damit die Kräfte für die Zukunft. Die zur Verfügung stehenden Mittel werden zielgenau für Projekte eingesetzt, die die Struktur der Wirtschaft im Land Brandenburg langfristig stärken. Dass künftig noch mehr auf die Qualität einer Investition, auch in sozialer und ökologischer Hinsicht geachtet wird, zeigt: Brandenburg ist ein Qualitätsstandort - und Qualität wird hier honoriert. Das ist ein gutes Signal ins Land und nach außen."

Über das vereinfachte GRW-G Wachstumsprogramm für kleine Unternehmen erhalten Unternehmen mit nicht mehr als 49 Mitarbeitern und einem Investitionsvolumen bis 1,5 Mio. Euro auf Basis einer schlanken Richtlinie unabhängig von der Branche oder Zuordnung zu einem Cluster, die für ihre Region geltende Höchstförderung von 40 Prozent oder 50 Prozent. "Das ist ein wichtiger Beitrag zur Strukturpolitik, mit dem wir unsere Verantwortung für alle Regionen des Landes wahrnehmen", betonte der Minister.

Bei Investitionen ab 1,5 Mio. Euro erfolgt im Rahmen der großen Richtlinie eine Konzentration auf die Kernbereiche der fünf gemeinsamen Cluster mit Berlin und der vier Brandenburg-spezifischen Cluster. Die Fördersätze werden stärker als bisher z. B. an Beschäftigungseffekten, Innovationspotenzialen, Entlohnung und Energieeffizienz ausgerichtet.

Die ILB veranstaltet in Kooperation mit der ZAB vier Regionalforen zur Neuausrichtung der GRW-G:

  • in Cottbus am 19. März 2012
  • in Eberswalde am 20. März 2012
  • in Neuruppin am 27. März 2012
  • und in Frankfurt (Oder) am 29. März 2012

Alle Veranstaltungsdaten und Anmeldefristen für die vier Regionalforen sind auf www.ilb.de  veröffentlicht. Die Anmeldung erfolgt über forum@ilb.de  mit Angabe des Termins und der vollständigen Kontaktdaten.

Gemeinsame Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft und Europaangelegenheiten, der Investitionsbank des Landes Brandenburg und der ZukunftsAgentur Brandenburg.