Sächsischen Imkertag in Niesky im Landkreis Görlitz

Imkerei in Sachsen weiter im Aufwind - Erstmals bester sächsischer Honig gekürt

In Sachsen hat es im vergangenen Jahr erneut einen Zuwachs in der Imkerei gegeben. "Wie die Zahl der Imker steigt auch die Zahl der von ihnen gehaltenen Bienenvölker seit mehreren Jahren stetig an. Den Einstieg in die Imkerei fördert der Freistaat seit 2004. Allein in den vergangenen fünf Jahren konnten wir so mehr als 400 neue Imker für diese wichtige Arbeit gewinnen", so Landwirtschaftsminister Frank Kupfer heute (10. März 2012) auf dem Sächsischen Imkertag in Niesky Landkreis Görlitz.

Zuchtfortschritt sowie klimabedingt längere Trachtperioden haben darüber hinaus zu steigenden Honigerträgen geführt. Im Schnitt konnten sich Sachsens Imker 2011 über Erträge von 34,9 Kilogramm je Volk freuen. Die Honigerzeugung in Sachsen belief sich damit auf 1 192 Tonnen.

Auf dem Landesimkertag zeichnete Staatsminister Kupfer auch die Sieger der erstmals durchgeführten Honigprämierung des Landesverbandes Sächsischer Imker e. V. (LVSI) aus. Den ersten und dritten Platz belegte mit zwei Honigsorten Reinhard Schott aus Leipzig, auf dem zweiten Platz kam die Imkerin Simone Münch aus Chemnitz. "Mit einem solchen Wettbewerb lässt sich dokumentieren, wie hoch die Qualität sächsischen Honigs ist. Durch ihre Arbeit leisten die Imker einen wichtigen Beitrag für hohe Erträge in der Landwirtschaft und helfen bei der Sicherung der Artenvielfalt. Deshalb unterstützt mein Ministerium diesen Wettbewerb gern", so der Minister weiter.

Hintergrund:

Im Freistaat Sachsen sind gegenwärtig etwa 3 500 Imker tätig, die insgesamt 34 170 Bienenvölker halten. Die durchschnittliche Standgröße beträgt somit 9,6 Bienenvölker je Imker. Im LVSI sind derzeit 3 236 Imker mit 28 170 Völkern organisiert. Etwa 300 weitere Imker mit 6 000 Völkern gehören dem "Deutschen Berufs und Erwerbs Imker Bund e. V." an oder sind nicht organisiert.

Bereits seit dem Jahr 2006 steigt die Anzahl der aktiven Imker jährlich um rund drei Prozent. Der Zuwachs der letzten fünf Jahre beträgt insgesamt 14,5 Prozent (411 Personen). Der Rückgang der Bienenvölker konnte ebenfalls gestoppt werden. Seit dem Jahr 2008 gab es einen Zuwachs von 3 925 Völkern. Hintergrund dieser positiven Entwicklung ist die im Jahr 2004 begonnene Neuimkerförderung. Danach können Personen, die erstmals oder nach längerer Unterbrechung Bienen halten und Honig erzeugen wollen, eine Förderung für die nötigen Anschaffungen in Höhe von 100 Euro je Bienenvolk erhalten. Die Förderung ist auf maximal 500 Euro begrenzt. Voraussetzungen sind der Besuch eines Grundlehrgangs, die fachliche Betreuung durch einen erfahrenen Imker sowie die Ausübung der Imkerei für mindestens fünf Jahre.