Beim Netzausbau landwirtschaftliche Flächen schonen

DBV gibt Stellungnahme bei Anhörung zum Bundesbedarfsplan Netzausbau ab

Beim Netzausbau landwirtschaftliche Flächen schonen

Der Schutz landwirtschaftlicher Flächen muss in den Planungen zum Netzausbau fest verankert werden. Darauf wies der Deutsche Bauernverband (DBV) im Rahmen einer von der Bundesnetzagentur durchgeführten Anhörung zur strategischen Umweltprüfung zum Bundesbedarfsplan Netzausbau in der vergangenen Woche hin. Zwar erkenne der DBV die Notwendigkeit des Netzausbaus im Zuge der Energiewende an, um den erzeugten Strom vom Herstellungsort zum Verbrauchsort zu leiten. Jedoch dürfe der Netzausbau nicht weiter zu Lasten der landwirtschaftlichen Nutzflächen gehen, betonte der DBV.

Nach den bisherigen Vorschlägen der Bundesnetzagentur werde der Wertigkeit der Agrarflächen als wichtigste Produktionsgrundlage keine ausreichende Bedeutung beigemessen. Neben den Schutzgütern "Boden, Wasser, Luft, Klima und Landschaft" müsse es im Rahmen der strategischen Umweltprüfung zum Bundesbedarfsplan auch ein Schutzgut "Nutzflächen und Agrarstruktur" geben, machte der DBV im Rahmen der Anhörung deutlich. Grundsätzlich solle zudem bei Planungen zum Netzaus- und Neubau die für die Landwirtschaft zuständigen Behörden bereits in der Vorbereitung angehört werden.

Der DBV wies in seiner Stellungnahme zu dem Anhörungstermin darauf hin, dass bei der Inanspruchnahme von land- oder forstwirtschaftlich genutzten Flächen für den Netzausbau auf agrarstrukturelle Belange Rücksicht zu nehmen ist und für die Landwirtschaft besonders geeignete Böden nur im notwendigen Umfang in Anspruch genommen werden dürfen. Mit Blick auf die Nationale Nachhaltigkeitsstrategie mit dem Ziel der Reduzierung des Flächenverbrauchs auf 30 Hektar pro Tag sowie auf verschiedene Bundesgesetze (Bundesnaturschutzgesetz und Baugesetzbuch) muss dem Schutz der Fläche eine größere Bedeutung beigemessen werden. Dass dies mittlerweile ein gesellschaftliches Anliegen ist, zeigen nicht zuletzt auch 212.000 Mitzeichner für die DBV-Petition zur Reduzierung des Flächenverbrauchs, die in Kürze im Bundestag beraten wird.

Quelle: PM des Deutscher Bauernverband e.V