Wohnungswirtschaft bei Social Media noch zurückhaltend

Bad Saarow - Unter dem Motto "Erfolgsfaktor Kundenorientierung" trifft sich die Wohnungswirtschaft der Hauptstadtregion vom 5. Bis zum 7. März 2012 im brandenburgischen Bad Saarow.

Wohnungswirtschaft bei Social Media noch zurückhaltend

Mit über 1.000 Gästen wird darüber diskutiert, was "Social Media" für die Wohnungswirtschaft bedeutet. Eine zu diesem Anlass durchgeführte Umfrage des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V (BBU) ergab: Wohnungsunternehmen sind noch zurückhaltend, wenn es um den Einsatz von "Social Media" geht.

BBU-Vorstand Maren Kern: "Viele Wohnungsunternehmen sind beim Thema Social Media noch etwas zurückhaltender. Das ist auch darauf zurückzuführen, dass es sich beim Wohnen um ein höchst privates und individuelles Gut handelt. Bei Konsumartikeln wie Sportmarken ist das etwas anderes. Wohnungsunternehmen sind hier besonders sensibel und vorsichtig. Hier wollen wir Mut machen."

50 Prozent: Social Media "nicht so wichtig"

Die Anfang März durchgeführte Umfrage unter acht großen Berliner BBU-Mitgliedsunternehmen mit insgesamt mehr als 400.000 Wohnungen und rund 700.000 Mieterinnen und Mietern hatte gezeigt: Für 50 Prozent spielt der Einsatz von "Social Media" (Facebook, Twitter, Blogs, Youtube) derzeit noch kaum eine Rolle. Nur 25 Prozent gaben an, "Social Media" sei schon jetzt für ihre Kommunikationsstrategie sehr wichtig. Zum Vergleich: Einer Umfrage des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) vom Dezember 2011 zufolge stehen in der deutschen Wirtschaft insgesamt nur rund 30 Prozent "Social Media" eher abwartend gegenüber.

Auch beim Blick in die Zukunft verspricht sich die Wohnungswirtschaft etwas weniger von "Social Media" als andere Branchen. Rund 40 Prozent gaben bei der BBU-Umfrage an, dass dieses Thema auch in Zukunft "nicht so wichtig" für sie sein werde. Für die Gesamtwirtschaft hatte die BVDW-Umfrage hierfür nur einen Anteil von 15 Prozent ergeben.

Auseinandersetzung wichtig

Die BBU-Tage sind die größte wohnungswirtschaftliche Fachtagung der Hauptstadtregion. Die Vorstände und Geschäftsführer der 359 BBU-Mitgliedsunternehmen treffen sich hier, um aktuelle unternehmensstrategische Themen zu diskutieren. Fokus in diesem Jahr: Web 2.0 und "Social Media".

Kern: "Social Media sind längst Alltag. Gerade auch für eine so stark menschenbezogene Branche wie die Wohnungswirtschaft ist es deshalb von großer Bedeutung, sich mit diesem Thema aktiv auseinanderzusetzen. Hierzu leisten auch die diesjährigen BBU-Tage einen Beitrag." Sinnvoll sei der Einsatz von Social MEdia-Instrumenten nicht nur für noch besseren Kundenservice und Kundenbindung, sondern auch für die Verbesserung von Nachbarschaftsbeziehungen und die Gewinnung von Nachwuchskräften.

Unter dem Dach des BBU sind 359 Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften der Länder Berlin und Brandenburg vereint. Die BBU-Mitgliedsunternehmen bewirtschaften gut 1,1 Millionen Wohnungen. Das sind über 40 Prozent aller Mietwohnungen in Berlin und fast 50 Prozent der Mietwohnungen im Land Brandenburg.

Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU)