Görlitz - Oberbürgermeister Paulick gegen Stellenabbau bei Bundespolizei

In einem Brief an Bundesinnenminister Dr. Friedrich hat sich der Görlitzer Oberbürgermeister Joachim Paulick gegen einen weiteren Stellenabbau bei der Bundespolizeidirektion Pirna ausgesprochen.

Görlitz - Oberbürgermeister Paulick gegen Stellenabbau bei Bundespolizei"Wie ich schon am 24. Februar 2012 auf der Pressekonferenz der Gewerkschaft der Polizei in Markersdorf ausführte, ist es in der derzeitigen Situation, bei einem merklichen Anstieg von Eigentumsdelikten mit grenzüberschreitendem Hintergrund nicht einfach hinnehmbar, dass neuer Stellenbedarf z. B. an den großen deutschen Flughäfen durch den Abzug von Stellen und Personal von der deutschen Ostgrenze gedeckt werden", so Joachim Paulick.

Am vergangenen Freitag hatte die Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei, durch den Vorsitzenden, Josef Scheuring, bekannt gegeben, dass nach dem Wegfall von ca. 40 Prozent der Stellen in der Bundespolizeidirektion Pirna durch die Strukturreform nun mehr oder weniger "schleichend" weitere Stellenkürzungen durch erneute Anpassung der Stellenbemessung aber auch Versetzung an andere Schwerpunktstandorte drohen. Dies geschehe nach Aussage Scheurings trotz des Anstieges von Delikten der illegalen Einreise, aber besonders auch grenzüberschreitender Eigentumsdelikte.

"Für uns ist dies nicht nur eine Frage der Sicherheit, sondern auch inzwischen ein Wirtschaftsfaktor geworden. Denn nach jeder überregionalen Berichterstattung über gestohlene Autos merken das unsere Hoteliers am nächsten Tag durch vorsichtigeres Buchungsverhalten der Touristen", sagten Paulick und sein Kollege Zimmermann aus Johnsdorf am Freitag.

"Die in der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf diensttuenden Beamten und Angestellten leisten eine hervorragende Arbeit, sie sind in der Bevölkerung geachtet und anerkannt. Insbesondere die sehr gut funktionierende Zusammenarbeit mit der Landespolizei und den Polizeibehörden auf polnischer Seite gibt den Bürgern unserer Stadt ein gutes Sicherheitsgefühl. Das erwarten die Bürger auch von unserem Staat. Wenn aber der Eindruck entsteht, dass dieser es nicht mehr als seine vordringliche Aufgabe ansieht, die Sicherheit der Bürger und ihres Eigentums zu gewährleisten, dann wird unser demokratisches Staatssystem zunehmend in Frage gestellt werden und das ist die größte Gefahr, die ich sehe", so OB Paulick in seinem Brief an den Bundesinnenminister.

Quelle: PM der Stadtverwaltung Görlitz