Tourismus in Sachsen - Wachstum durch gezielte Förderung

Tourismus in Sachsen - Wachstum durch gezielte FörderungWieder Rekordzahlen im sächsischen Tourismus: Im Jahr 2011 reisten rund fünf Prozent mehr Touristen nach Sachsen. Die Zahl der Übernachtungen stieg auf 16,8 Millionen (Vorjahr 16,3), das sind drei Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Ankünfte, also der Gäste, die in Sachsens Hotels und Herbergen übernachtet haben, ist um 4,7 Prozent gestiegen (2010: 6,3 Mio, 2011: 6,6 Mio).

"Eine Fülle touristischer Sehenswürdigkeiten in Sachsen, aber auch die gute Infrastruktur für unsere Gäste sind die Basis, auf der die erfreuliche Entwicklung aufbaut", so Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP). "Unsere Strategie, bei den Angeboten noch mehr auf Qualität zu setzen, wird die Tourismuswirtschaft im Freistaat weiter stärken. Dazu fördern wir entsprechende Investitionen."

Die im Jahr 2011 unterstützten touristischen Projekte machten fast ein Drittel der Vorhaben bei der Investitionsförderung in die wirtschaftsnahe Infrastruktur aus. Dahinter stehen Investitionen in touristische Einrichtungen in Höhe von rund 12 Mio. Euro. Zudem stehen im Doppelhaushalt 2011/2012 rund 12 Mio. Euro für die Tourismusförderung und darunter rund 5 Mio. Euro für die Förderung des Tourismus in den Regionen (Marketing, Destinationsentwicklung) zur Verfügung.

"Sachsens Position als Deutschlands Kulturreiseland Nr. 1 soll durch ein gezieltes Tourismusmarketing untermauert werden, das eine überregionale Wirkung entfalten kann. Die touristischen Akteure vor Ort haben dabei eine ganz eigene Verantwortung. Mit der neuen Tourismusstrategie haben wir Schwerpunkte gesetzt, die Qualität fördern und Engagement fordern", so Morlok.

Hintergrund:

Ziel der Tourismusstrategie sind wettbewerbsstarke, überregional ausstrahlende Destinationen. Bewertungskriterien für die Destination sind unter anderem Qualität und Quantität der Angebote, Beschäftigtenzahlen und Marketing. Von maximal 16 zu erreichenden Punkten je Destination sind künftig für eine Gewährung von Förderhöchstsätzen der verschiedenen Richtlinien ab 2013 mindestens acht, ab 2015 dann neun, ab 2017 mindestens zehn Punkte und ab 2019 elf Punkte notwendig. Destinationen, die das Ziel nicht erreichen, erhalten danach keine Höchstförderung mehr. Auch die finanzielle Beteiligung einer Kommune an der Destinationsmanagementorganisation (DMO) ist künftig Voraussetzung für eine Höchstförderung.

SMWA - Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr