Sachsen - 60 Millionen Euro für Wohnungsbauprogramme

Wohneigentum und energetische Sanierung noch günstiger

60 Millionen Euro für WohnungsbauprogrammeDas Sächsische Staatsministerium des Innern hat die Konditionen der Landeswohnungsbauprogramme "Wohneigentum" und "Energetische Sanierung" erneut verbessert. Die hierfür erforderlichen rechtlichen Rahmenbedingungen werden heute wirksam.
Die Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums des Innern zur Förderung von selbstgenutztem Wohneigentum im innerstädtischen Bereich sowie die Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums des Innern zur Förderung der energetischen Sanierung von Wohnraum sehen die zinsgünstige Vergabe von Darlehen für die Schaffung selbstgenutztem Wohneigentum (RL "Wohneigentum") sowie für die Durchführung energetischer Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden (RL "Energetische Sanierung") vor.

Innenminister Markus Ulbig: "Die Wohnraumförderung ist ein wichtiger Bestandteil der sächsischen Förderpolitik. Auch für dieses Jahr stehen für die wohnungswirtschaftlichen Förderprogramme Mittel für Darlehen in Höhe von insgesamt 60 Millionen Euro bereit.
Das Programm "Wohneigentum" ist für Familien mit Kindern besonders vorteilhaft. Mit jedem Kind erhöht sich die maximale Darlehenssumme von 50.000 EUR je Wohneinheit um jeweils 35.000 EUR. Die Förderung in Form der zinsgünstigen Bereitstellung öffentlicher Darlehen unterstützt die Schaffung von selbstgenutztem Wohneigentum und führt gleichzeitig zu einer Stärkung der Innenstädte."

Die Programme haben einheitlich den sehr günstigen Förderzins von 1 Prozent pro Jahr. Die Zinsbindungsfrist für die Darlehen wurde von derzeit 20 auf nunmehr 25 Jahre verlängert. Damit lassen sich die sehr guten Konditionen aus der jetzigen Niedrigzinsphase länger als bisher sichern. Die monatliche Belastung aus den Darlehen ist wegen der geringeren Zinsen sowie der verlängerten Laufzeit deutlich gesunken. Der Vorteil einer kostenfreien Sondertilgung bleibt dabei erhalten.

Mit dem Programm "Energetische Sanierung" können Eigentümer die Energieeffizienz ihrer Wohngebäude verbessern. Dies entspricht zum einen den aktuellen klimapolitischen Forderungen auf Bundes- und Landesebene, zum anderen hilft es, die Wohnnebenkosten günstiger zu gestalten. Die Förderung nach dem Programm "Energetische Sanierung" setzt eine energetischen Bewertung des Gebäudes voraus. Gefördert werden können verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Wärmedämmung der Gebäudehülle, zur Nutzung erneuerbarer Energien und zur Verbesserung der Energieeffizienz.
Neu ist die Möglichkeit, eine technische und/oder wirtschaftliche Bauberatung und -betreuung nach beiden Programmen durch Gewährung von Zuschüssen von bis zu 1.000 Euro je Vorhaben zu fördern.

Beide Programme gelten allerdings nur für Baumaßnahmen an Wohngebäuden, die in Gemeinden mit der Funktion eines Grund-, Mittel- oder Oberzentrums gelegen sind. Und hier sind bauliche Vorhaben nur förderfähig, wenn das Gebäude in einem Gebiet liegt ist, das entweder nach dem städtebaulichen Entwicklungskonzept als integrierte Lage ausgewiesen ist oder sich an einer Stelle befindet, die den demographischen und städtebaulichen Zielsetzungen der Gemeinde entspricht. Hierzu wird eine Bestätigung der Gemeindeverwaltung benötigt.

Im Jahr 2011 wurden innerhalb der Wohraumförderprogramme Fördermittel in Höhe von knapp 50 Millionen Euro bewilligt. Davon entfallen 21 Millionen Euro auf das Wohneigentumsprogramm, 24 Millionen Euro auf das Programm Energetische Sanierung und 4 Millionen EUR auf das Programm Mehrgenerationswohnen. Die Hälfte der Fördermittel ist somit in Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz von Wohngebäuden geflossen. Dies trägt nicht unerheblich zum Klimaschutz bei."

Die Abwicklung der Förderprogramme ist der Sächsischen Aufbaubank - Förderbank - in Dresden übertragen. Bei ihr sind entsprechende Anträge auf Förderung zu stellen. Es empfiehlt sich, die Beratungsangebote der Sächsischen Aufbaubank - Förderbank - in Anspruch zu nehmen.

SMI - Sächsisches Staatsministerium des Innern