Kraftwerk Turów investiert in saubere Kohleverstromung

Kraftwerk Turów investiert in saubere Kohleverstromung

Im Rahmen der wissenschaftlich-technischen Tagung "Aus Braunkohle erzeugte Elektroenergie - 50 - jähriges Jubiläum des Kraftwerkes Turów" am 09.02.2012 wurden die umfangreichen Investitionen und Forschungsprojekte am Standort des polnischen Kraftwerkes Turów vorgestellt. So soll bis zum Jahr 2017 ein neuer 460 Megawatt-Kraftwerksblock drei alte Blöcke ersetzen und kombiniert mit Braunkohle und Biomasse Strom erzeugen. Der Wirkungsgrad wird mit dieser Investition von ehemals 35 % auf 45 % gesteigert und gleichzeitig der Ausstoß von Stickstoff -und Schwefeloxiden von bisher bis zu 400 auf 200 Milligramm je Kubikmeter halbiert werden. Der Freistaat Sachsen ist im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung in das Vorhaben einbezogen, da das Kraftwerk in unmittelbarer Grenznähe liegt.

"Die Investitionen in Polen zeigen in eine zukunftsweisende Richtung. Durch neueste Technik und die Kombination fossiler und regenerativer Brennstoffe wird der Schadstoffaustausch deutlich gesenkt. Damit verbundene Forschungsarbeiten stehen eng in Verbindung mit dem inhaltlichen Schwerpunkt Energie und Umwelt der Hochschule Zittau / Görlitz. Ich habe daher Kontakte zu anwesenden polnischen Forschern geknüpft, um diese mit den Wissenschaftlern in Zittau in Verbindung zu bringen. Die Energiethematik kann nur gemeinsam angegangen werden, denn das Zielviereck aus Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit, Umweltverträglichkeit und Lastflexibilität gilt es sowohl in Polen, als auch in Deutschland in Einklang zu bringen.", so Stephan Meyer nach der Tagung in Polen.

Stephan Meyer
Dipl. - Wirtschaftsingenieur, Europäischer Energie-Manager (IHK)
Mitglied des Sächsischen Landtages
Umweltpolitischer Sprecher, Obmann Technologie-& Innovationspolitik
CDU-Fraktion