Handwerk unterstützt Entwurf der Energiestrategie 2030

Handwerkskammern Cottbus und Handwerkskammern Frankfurt (Oder) beziehen Stellung

Handwerk unterstützt Entwurf der Energiestrategie 2030

Das Handwerk in Ost- und Südbrandenburg begrüßt die Anstrengung der Regierung, sich auf eine gemeinsame Energiestrategie für das Land Brandenburg zu verständigen. Die Verringerung des Energieverbrauchs und der stetige Ausbau erneuerbarer Energieträger finden die Unterstützung der regionalen Handwerker. Für sie sind verlässliche, langfristig planbare Rahmenbedingungen bei der Versorgung und Nutzung von Energie zu bezahlbaren Preisen entscheidend.

"Die beiden Handwerkskammern aus Ost- und Südbrandenburg vertreten gemeinsam die Interessen von fast 23.000 Mitgliedsbetrieben. Für unsere regionalen Handwerksunternehmen ist eine zuverlässige, preisgünstige, wirtschaftliche und klimaverträgliche Energieversorgung die Grundlage für ihren unternehmerischen Erfolg", betont der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Cottbus, Knut Deutscher, bei der Anhörung im Potsdamer Landtag und fügt hinzu: "Diese Anforderung muss eine langfristige und von Akzeptanz geprägte Energiestrategie des Landes Brandenburg gewährleisten. Für die Senkung des Endenergieverbrauches sind Maßnahmen hinsichtlich der energetischen Gebäudesanierung unabdingbar."

Neben der energetischen Gebäudesanierung ist für die Kammern auch die Braunkohle ein wesentlicher Faktor für ein erfolgreiches Energiekonzept.
So wies Knut Deutscher darauf hin: "Bei der Gewährleistung einer zuverlässigen und preisgünstigen Energieversorgung ist für unsere Unternehmen die weitere Sicherung der nachhaltigen Energieversorgung durch konventionelle Technologien bedeutsam. Durch die mittelfristige parallele Weiterbetreibung der Braunkohleverstromung und Beibehaltung der Förderung als Brückentechnologie werden wirtschaftliche Strukturbrüche, die durch Arbeitsplatzverlust und dem Rückgang des Steueraufkommens entstehen würden, vermieden."

Hintergrund:

Am 10. Januar 2012 wurde der Entwurf der Energiestrategie 2030 des Landes Brandenburg durch Wirtschafts- und Europaminister Ralf Christoffers und Umweltministerin Anita Tack vorgelegt. Auf dem 54 Seiten umfassenden Entwurf sind die Ziele und Schwerpunkte für die Energiepolitik des Landes für die nächsten Jahre formuliert. Einen Schwerpunkt bildet neben der Reduzierung des Energieverbrauches der Ausbau erneuerbarer Energien auf einen Anteil von 50 Prozent am Endenergieverbrauch.