Filmland Brandenburg - Hauptstadtregion ist Filmstandort Nr. 1 in Deutschland

"Berlinale" lenkt den Blick aufs Filmland Brandenburg

Filmland Brandenburg - Hauptstadtregion ist Filmstandort Nr. 1 in Deutschland "Die Berlinale ist für den Medienstandort Brandenburg von erheblicher Bedeutung. Im offiziellen Festivalprogramm der Berlinale laufen 15 vom Medienboard Berlin-Brandenburg, der Filmfördergesellschaft der Hauptstadtregion, unterstützte Filme; drei davon feiern ihre Weltpremiere im Wettbewerb um den Goldenen Bären. Auf diese Weise wird Brandenburg auf der Kinoleinwand sichtbar. Die Aufmerksamkeit der Filmbranche richtet sich auf die sehr guten Produktionsbedingungen, auf die attraktiven Fördermöglichkeiten, die wir in der Hauptstadtregion haben." Das erklärte Wirtschafts- und Europastaatssekretär Henning Heidemanns heute im Vorfeld der 62. Internationalen Filmfestspiele in Berlin.

Unter den 15 Filme, die in der Region produziert wurden, ist beispielsweise der Wettbewerbsfilm "Barbara", den Christian Petzold 2011 komplett in Brandenburg-Kirchmöser gedreht hat. Im Berlinale-Special läuft "Don - The King is back" mit Bollywood-Star Shah Rukh Khan. Bei dem 2010 in Babelsberg gedrehten Film kam der Wassertank im Studio zum Einsatz.

Mehr als 300 Filme werden jährlich in Berlin und Brandenburg gedreht. "Damit hat sich die Hauptstadtregion zum Filmstandort Nr. 1 in Deutschland entwickelt, 50.000 Menschen arbeiten hier mittlerweile in der Branche. Allein in der Medienstadt Potsdam-Babelsberg sind 120 Medienunternehmen und -einrichtungen ansässig", sagte Heidemanns.

Den Nukleus der Medienstadt bildet das Studio Babelsberg, das in diesen Tagen als größtes und ältestes Filmstudio in Deutschland sein 100-jähriges Bestehen feiert. Dank Studio Babelsberg habe sich Brandenburg zur "Region für international preisgekrönte Großproduktionen" entwickelt, sagte Heidemanns. Aktuell sind drei vom Medienboard Berlin-Brandenburg geförderte Filme für einen Oscar nominiert, darunter das komplett im Studio Babelsberg gedrehte Shakespeare-Drama "Anonymous" von Roland Emmerich.

Jüngstes Highlight in Babelsberg waren die Dreharbeiten zum Kinofilm "Cloud Atlas", prominent besetzt mit den Oscar-Preisträgern Tom Hanks und Halle Berry. Das Medienboard hat den Film mit rund 1,5 Millionen Euro unterstützt. Insgesamt standen dem Medienboard im vergangenen Jahr 24,3 Millionen Euro für die Filmförderung zur Verfügung. Damit sind 263 Projekte unterstützt worden. Hinzu kommen mehr als 90 Millionen Euro, die von Produzenten und Kinobetreibern investiert wurden. "Jeder eingesetzte Euro bringt der Region einen Umsatz von mehr als dem Vierfachen", verwies Staatssekretär Heidemanns auf den hohen Regionaleffekt der Filmförderung.

"Die Filmbranche zählt zu den Feldern, in denen die Hauptstadtregion große Potenziale aufweist und die wir mit gebündelten Kräften weiter stärken", sagte Heidemanns. Der Bereich IKT/Medien/Kreativwirtschaft sei als eines von fünf länderübergreifenden Cluster in der gemeinsamen Innovationsstrategie der Länder Berlin und Brandenburg verankert worden. Ziel ist Aufgabe des Clusters sei eine noch engere Vernetzung der Akteure, um damit die Branche voranzubringen.

Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg