Grüne Woche - Deutsche Waldbesitzer zu Gast in der Brandenburghalle

Auf Initiative von Forstminister Jörg Vogelsänger sowie des Brandenburger Waldbesitzerverbands ist die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e. V. (AGDW) auf der Grünen Woche morgen (19. Januar) zu Gast in der Brandenburghalle.

Grüne Woche - Deutsche Waldbesitzer zu Gast in der Brandenburghalle

Traditionell lädt der Präsident der Arbeitsgemeinschaft, Philipp Freiherr von und zu Guttenberg, auf der Messe zu einem Waldbesitzerempfang. Erstmals versammelt die AGDW in diesem Jahr Waldbesitzer, Forstleute, forstliche Vereine, Vertreter der Holzwirtschaft sowie Bundes- und Landespolitiker in einer der Länderhallen.

Vogelsänger betont in seinem Grußwort: "Gemeinsam mit dem Waldbesitzerverband haben wir 2011, im Internationalen Jahr der Wälder, unser neues Waldprogramm erarbeitet. Wir wollen den Wald auch für spätere Generationen in seiner ganzen Vielfalt und Schönheit erlebbar machen, unsere Wälder auf den Klimawandel vorbereiten und den wirtschaftlichen Nutzen für die 100.000 Waldbesitzer im Land erhalten."

So müssen Jäger und Waldbesitzer waldverträgliche Wilddichten erreichen. Ab 2015, so Vogelsänger, soll im landeseigenen Wald der Mischwald ohne Zäune heranwachsen können.

Der Landesbetrieb Forst Brandenburg hat mit Jahresbeginn nach langer Vorbereitung seine neue Struktur eingenommen. Die Förster des Landeswalds sind nun von dem Teil, der für die Forstaufsicht und die Beratung der Waldbesitzer verantwortlich ist, getrennt. "Die Waldbesitzer haben lange um diese für sie bessere Lösung gerungen. Ich bin froh, dass wir sie nun endlich umsetzen konnten", unterstreicht der Minister.

Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände

Die ADGW, 1947 gegründet, mit Sitz in Berlin ist der Dachverband der 13 Landesverbände der privaten Waldbesitzer. Seit 2010 ist Philipp Freiherr von und zu Guttenberg der Präsident.

Waldbesitzerverband Brandenburg

Der Waldbesitzerverband Brandenburg e.V. ist die freie Vereinigung der Waldbesitzer des Landes Brandenburg und arbeitet entsprechend seiner Satzung an der Stärkung des Waldvermögens und der Ertragsfähigkeit des Waldes in der Hand nichtstaatlicher Eigentümer. Er wurde 1990 gegründet und vertritt die forstpolitischen und berufständigen Interessen der privaten, kirchlichen und kommunalen Waldbesitzer, um die Unantastbarkeit des Waldeigentums, die Freiheit seiner Bewirtschaftung und das Recht auf Selbstverwaltung zu wahren.

Die Vertretung erfolgt für Mitglieder gegenüber gesetzgebenden Körperschaften, politischen Parteien, Behörden, der Wirtschaft und der Öffentlichkeit. Auf dieser Grundlage strebt er gleichzeitig die Erhaltung und Förderung der Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes an.

Der Waldbesitzerverband Brandenburg fordert insbesondere forst- und wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen, die die Existenz der nichtstaatlichen Forstbetriebe in Brandenburg sichern helfen.

Der Verband hat im Land mehr als 3.000 Mitglieder, die rund 100.000 Hektar Forstbetriebsfläche bewirtschaften. www.waldbesitzerverband-brandenburg.de

Waldbesitz in Brandenburg

In Brandenburg sind 37 Prozent der Landesfläche, beziehungsweise 1,1 Millionen Hektar, mit Wald bedeckt. Auf rund 600.000 Hektar dominieren Kiefernreinbestände, die übrigen Flächen teilen sich 43 Baumarten, überwiegend in Form von Mischwald. Bei den Mischbaumarten überwiegen Eichen und Buchen. 626.000 Hektar Privatwald werden von rund 100.000 Eigentümern bewirtschaftet. Landesweit haben sich 360 forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse gebildet, in denen fast ein Drittel der Waldbesitzer organisiert ist.

Jährlich wachsen rund vier Millionen Festmeter Holz in Brandenburgs Wäldern nach, von denen über drei Millionen geerntet werden. Damit werden 15.000 Arbeitsplätze im ländlichen Raum gesichert. 2011 hat das Brandenburger Agrarministerium rund sieben Millionen Euro aus EU, Bundes- und Landesförderung für den Privat- und Kommunalwald bereitgestellt.

Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft Brandenburg