Biogasanlagen - Chancen für Arbeitsplätze in der Landschaftspflege

Mahdgut von Naturschutzflächen birgt ein bisher kaum genutztes Potenzial für die Biogaserzeugung. Dieses Potenzial für eine energetisch nachhaltige Landnutzung zu erschließen, ist Ziel des novellierten Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Darauf hat der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) e. V. hingewiesen. Die Regelung trat am 1. Januar 2012 in Kraft.

Jede eingebrachte Tonne Landschaftspflegematerial ist jetzt förderfähig. Da 2012 die Vergütung für angebaute Biomasse, z. B. Mais, von 6 Cent auf 4 Cent je Kilowattstunde (kWh) sinkt, bleibt der Landschaftspflegebonus mit 8 Cent/kWh stabil, weil die naturschutzfachlich wertvollen Flächen besondere Anforderungen stellen. Durch die Verwendung in Biogasanlagen fallen nicht nur Entsorgungskosten weg, sondern für die Biomasse wird darüber hinaus eine Vergütung bezahlt. Eine echte Synergie zwischen Naturschutz und Bioenergieerzeugung.

Nach Schätzung des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege (DVL) e. V. kann Landschaftspflegematerial von ca. 900.000 Hektar für die Energiegewinnung eingesetzt werden. Damit ebnet sich der Weg zu mehr Naturschutz durch erneuerbare Energieerzeugung.

Infos

Die Plattform www.biogas.lpv.de  des DVL sammelt und verbreitet Best-Practice-Beispiele, die Biomasse aus Landschaftspflege und Naturschutz verwerten. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Quelle: Landesagentur für Struktur und Arbeit Brandenburg GmbH