GRÜNE LIGA - Sternmarsches der vom Braunkohlentagebau bedrohten Dörfer

Foul der Landesregierung - Teilnehmer des Sternmarsches pfeifen Platzeck aus

GRÜNE LIGA - Sternmarsches der vom Braunkohlentagebau bedrohten Dörfer

Mit Trillerpfeifen protestieren die Teilnehmer des Sternmarsches der vom Braunkohlentagebau bedrohten Dörfer gegen die Energiepolitik der brandenburgischen Landesregierung, die sie als Foulspiel empfinden.

"Mit dem Scheitern des CCS-Gesetzes müssen auch die vom Tagebau bedrohten Dörfer gerettet werden. Wir fordern, dass die Landesregierung ihre Versprechen hält und nicht unter fadenscheinigen Vorwänden die Planung neuer Tagebaue fortsetzt. Ministerpräsident Platzeck muss aufhören, seine Koalition auf den Kohleraubbau einzuschwören." sagt Silvia Borkenhagen aus Grabko, Mitglied der Agenda 21 der betroffenen Orte.

Am Mittwoch hatte der brandenburgische Wirtschaftsminster Ralf Christoffers angekündigt, die Planverfahren zur Abbaggerung der Dörfer weiterführen zu wollen. Bis zum Frühjahr will sich die Landesregierung dazu in ihrer Energiestrategie festlegen.

Auf einer Wiese zwischen den Orten Grabko, Kerkwitz und Atterwasch treffen die Demonstrationszüge aus drei Richtungen gegen 14:00 Uhr zusammen. Zu den Initiatoren des Sternmarsches zählen auch die Bürger der Orte, die von einer Randlage am Tagebauloch bedroht sind, wie zum Beispiel Taubendorf, Gastrose, Schenkendöbern und Guben. Auch Betroffene des Tagebaues Welzow-Süd, aus der polnischen Nachbarregion sowie Initiativen gegen unterirdische CO2-Verpressung (CCS) nehmen inzwischen regelmäßig an der Veranstaltung teil.

Seit Bekanntgabe der Tagebau-Pläne durch Ministerpräsident Matthias Platzeck im Jahr 2007 findet der Sternmarsch zum Beginn jedes Jahres statt. Die Landesregierung hatte neue Tagebaue sowie den Bau eines neuen Braunkohle-Kraftwerks von der Anwendung der CCS-Technologie in Brandenburg abhängig gemacht, versucht aber derzeit, diese Aussage aufzuweichen.

GRÜNE LIGA Umweltgruppe Cottbus