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Central-Europe Projekt Re-Turn für rückkehrwillige Arbeitsmigranten aus dem Landkreis Görlitz
Rückwanderungsprojekt Re-Turn startet Programm für rückkehrwillige Arbeitsmigranten aus dem Landkreis Görlitz
Unter Leitung des Leibniz-Institutes für Länderkunde in Leipzig (IfL) und gemeinsam mit Partnern aus Sachsen-Anhalt sowie weiteren europäischen Ländern startet der Verein zur sozialen und beruflichen Integration e.V. (VSBI) am 22. Dezember eine Online-Befragung unter rückkehrwilligen und zurückgekehrten ostdeutschen Arbeitsmigranten auch im Landkreis Görlitz. Von den Ergebnissen versprechen sich die regionalen Verantwortlichen des Projektes Re-Turn wichtige Hinweise für konkrete Maßnahmen zur Förderung der Rückwanderung von Fachkräften und ihren Familien in die Lausitz. Die Umfrage ist Teil eines von der EU finanzierten Projekts, das die Potenziale von Rückwanderung für die Regionalentwicklung untersucht.
Von den in den letzten drei Jahren über 500.000 Menschen aus Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, die ihre Heimat in Richtung Westdeutschland und ins Ausland verlassen haben, waren auch rund 8.000 nun ehemalige Einwohner des Landkreises Görlitz.
Zugezogen sind im gleichen Zeitraum nur etwa 5.000 der insgesamt 400.000 Zuwanderer nach Ostdeutschland.
Unter der Führung des Leibniz-Institutes für Länderkunde entwickelt der für den Landkreis Görlitz zuständige Projektpartner, der auch in Weißwasser und in Bad Muskau ansässige VSBI e.V., gemeinsam mit anderen Partnern aus Sachsen-Anhalt und Europa Maßnahmen, einem Teil dieser abgewanderten Fachkräfte und ihren Familien die Rückkehr in die Lausitzer Heimat zu ermöglichen. Mit diesen Maßnahmen können Strategien des Freistaates Sachsen zur Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland sinnvoll ergänzt werden. Grundlage für erste Pilotmaßnahmen ist eine Befragung unter Rückkehrwilligen und Zurückgekehrten, die jetzt unter http://return.ifl-leipzig.de gestartet wurde.
Knapp zwei Drittel aller Deutschen, die ins Ausland gehen, kehren nach drei bis fünf Jahren wieder zurück. Von den Ostdeutschen, die hier keine Arbeit finden, gelingt indes nur rund einem Fünftel die Rückkehr. Gleichzeitig verschärft sich gerade in Ostdeutschland der Mangel an geeigneten Fachkräften. Schwierig wird eine Rückkehr vor allem aus dem Ausland, weil Kontakte in die Heimatregionen abreißen und der Zugang zu Informationen wie Stellenanzeigen und Hilfsangeboten schwieriger werden. Hier setzt das Projekt "Re-Turn: Regionalentwicklung durch Rückwanderung" an.
Auf Basis der Online-Befragung sollen noch im Jahr 2012 erste Maßnahmen gestartet werden, die unter anderem auf die Vermittlung von Arbeitsstellen und umfassenden Hilfen aus einer Hand zur Rückkehr abzielen. Wichtig ist dem regionalen Projektleiter von Re-Turn im Landkreis Görlitz, Herrn Roger Schmidtchen, die bisher wenig anerkannte Tatsache, dass RückkehrerInnen über besondere Erfahrungen und Kompetenzen verfügen, die sie sich als mobile EuropäerInnen angeeignet haben. "In diesem Sinne ist eine Zirkulation von Arbeitskräften durchaus zu begrüßen und kann eine Basis für neue wirtschaftliche Entwicklungen nach einer Rückkehr darstellen", so der IFL-Projektleiter Dr. Thilo Lang. Der IfL-Wissenschaftler wünscht sich deshalb eine hohe Beteiligung an der Umfrage: "Wer bereits im Ausland oder in Westdeutschland war oder sich dort noch aufhält, ist herzlich eingeladen, sich an der Umfrage zu beteiligen".
Die Umfrage ist ab sofort unter http://return.ifl-leipzig.de frei geschaltet. Teilnehmen können nicht nur Ab- und Rückwanderer aus dem Landkreis Görlitz sondern aus ganz Sachsen und den anderen betroffenen Regionen Ostdeutschlands. Eine kleine Entschädigung für die Mühe gibt es auch. Re-Turn verlost Buchgutscheine im Wert von 300 Euro unter den Mitmachern.
Gesucht werden aber auch noch öffentliche und private Organisationen, Verbände, Institutionen und Unternehmen, die das Projekt und die Befragung aktiv durch die Weitergabe des Befragungslinks in ihrem Wirkungsbereich im Sinne eines Schneeballsystems unterstützen wollen. Interessenten melden sich am besten per E-Mail bei der regionalen Projektleitung unter rschmidtchen(at)vsbi-online.de. Weitere Informationen finden Sie unter www.re-migrants.eu und
www.wohnen-und-inklusion.de .
Kontakte:
Roger Schmidtchen, VSBI e.V., Mobil: 01735713438, rschmidtchen@vsbi-online.de
Dr. Thilo Lang, Leibniz-Institut für Länderkunde, Mobil: 01 62 - 845 63 83, T_Lang@ifl-leipzig.de
Weitere Informationen finden Sie in dem beigefügten ersten europäischen Re-Turn Newsletter und dem Projektflyer sowie auf den Webseiten
Für Rückfragen stehe ich Ihnen unter 01735713438 jederzeit zur Verfügung
Roger Schmidtchen
Vorsitzender
Verein zur sozialen und beruflichen Integration e.V. (VSBI)
Web: www.vsbi.eu
E-Mail: rschmidtchen@vsbi-online.de
Mobil: +49 (0) 1735713438
Geschäftsanschrift:
Gotthardstr. 4a
06217 Merseburg
Tel.: +49 (0) 3461 441326
Fax: +49 (0) 3461 441346
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