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Spreewald - Chancen für weiteres touristisches Wachstum stehen gut

Minister Christoffers besucht Tourismusunternehmen in Burg im Spreewald

"Der Tourismus in Brandenburg hat sich mit deutlich mehr als zehn Millionen Übernachtungen pro Jahr zu einem der wichtigsten Wirtschaftszweige entwickelt. Das zeigt, dass es richtig war, bereits seit Jahren auf qualitatives Wachstum zu setzen. Und auf Saison verlängernde Maßnahmen. Die Angebote der Produktlinie ‚Winterliches Brandenburg' spielen hierbei eine wichtige Rolle. Dass Brandenburg ganzjährig für Touristen attraktiv ist, trägt nicht zuletzt dazu bei, dass Arbeitsplätze in der Tourismusbranche dauerhaft gesichert werden." Das sagte Wirtschafts- und Europaminister Ralf Christoffers heute bei einer Pressefahrt nach Burg im Spreewald.

Der Spreewald zählt zu den touristischen Schrittmachern in Brandenburg. Die Region hat weit über die Landesgrenzen hinaus einen guten Namen und ist seit Jahren eines der ergebnisstärksten Reisegebiete. So kamen 2005 rund 393.000 Besucher in den Spreewald, 2010 waren es bereits fast 520.000 Gäste. "Auch wenn in die Statistik 2005 die Campinggäste noch nicht eingeflossen sind, ist unübersehbar, dass der Spreewald in den vergangenen Jahren noch einmal kräftig in der Gunst der Touristen zulegen konnte", hob Minister Christoffers hervor.

War 2005 mit rund 943.000 Übernachtungen die Eine-Million-Schallmauer noch nicht durchbrochen, verzeichnete der Spreewald 2010 mehr als 1,36 Millionen Übernachtungen. Aktuell rangiert die Reiseregion nach dem Seenland Oder-Spree bei den Besucher- wie den Übernachtungszahlen auf Platz zwei der Beliebtheitsskala: In den ersten drei Quartalen 2011 kamen 447.048 Gäste, die 1.150.754 Übernachtungen buchten.

Doch nicht nur der Spreewald, sondern das Land Brandenburg insgesamt wird bei Touristen immer beliebter: Bis September 2011 (die jüngsten vorliegenden Zahlen) kamen bereits nahezu 3,24 Millionen Gäste - 4,7 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Jahres 2010. Sie buchten 8,9 Millionen Übernachtungen - eine Steigerung um 3,1 Prozent. "Und die Chancen für weiteres touristisches Wachstum stehen gut - im Spreewald ebenso wie in den anderen Reiseregionen des Landes. Denn Urlaub in Deutschland liegt im Trend", sagte Christoffers.

Auch der Deutsche Wandertag, der vom 20. bis 25. Juni 2012 im Fläming stattfindet, werde dazu beitragen, Brandenburg mit seinen landschaftlichen Reizen noch bekannter zu machen. "Insbesondere aber der neue Flughafen in Schönefeld wird neue Gäste bringen. Der Brandenburg-Tourismus hat also gute Voraussetzungen weiter zu wachsen", sagte der Minister. Christoffers rechnet damit, dass sich die Gästeübernachtungen bis zum Jahre 2015 bei rund 13 Millionen bewegen könnten. Das wäre gegenüber 1993 nahezu eine Verdreifachung.

"Die Entwicklung bestätigt die brandenburgische Tourismuspolitik mit ihrem konsequenten Streben nach stetiger Verbesserung der touristischen Angebote und Dienstleistungen", sagte der Minister. "Gäste möchten heutzutage nicht nur zufriedengestellt, sondern begeistert werden. Nur wenn sie mit einem qualitativ hochwertigen Angebot überzeugt werden, kommen sie wieder oder werden den Standort weiterempfehlen. Deswegen muss Qualität als das Markenzeichen des Brandenburg-Tourismus weiter ausgebaut werden. Konsequent haben wir daher auch unsere Landestourismuskonzeption für die Jahre 2011 bis 2015 auf Qualitätssteigerung ausgerichtet. Auch in der Tourismusförderung wird die Qualitätsverbesserung künftig noch stärker als bisher eine Voraussetzung für Unterstützung sein", sagte Christoffers.

"Gleichzeitig müssen wir unsere touristischen Themen noch stärker fokussieren und ein unverwechselbares Brandenburg-Bild prägen", formulierte Christoffers als weitere Herausforderung für die nächsten Jahre. "Das Pfund, mit dem unser Land noch stärker wuchern muss, ist seine Natur - ein Naturraum von europäischem Format. Die Natur und vor allem Brandenburgs Gewässerreichtum beeindrucken die Gäste. Deswegen müssen wir den märkischen Tourismus gezielt weiter in diese Richtung entwickeln", sagte Christoffers. Gemeinsam mit Berlin und dessen ganz eigenem touristischen Potenzial bilde die Hauptstadtregion einen attraktiven Erlebnisraum. "Wird dieser gemeinsam und professionell am Markt präsentiert, haben wir ein Produkt, das national und international stark ist"

Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten Brandenburg