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Mindestlohn ist unsozial - so der sächsische Wirtschafts- und Arbeitsminister Sven Morlok
Morlok: Mindestlohn schlechteste Lösung für unseren Wirtschaftsstandort
Im Rahmen der gestrigen Landtagssitzung in Dresden hat sich der sächsische Wirtschafts-, Arbeits- und Verkehrsminister Sven Morlok (FDP) erneut klar gegen die Einführung eines allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns ausgesprochen:
"Wer einen Mindestlohn in Deutschland flächendeckend einführen will, muss wissen, dass das im Ergebnis nicht zu höheren Löhnen führen wird. Das Gegenteil ist der Fall: Vollzeitstellen für Benachteiligte und Geringqualifizierte werden abgebaut. Ein Mindestlohn ist die schlechteste Lösung für unseren Wirtschaftsstandort", so Morlok und weiter: "Ein allgemeiner Mindestlohn würde die positive Entwicklung stoppen, weil er sich nicht an der individuellen, sozialen Bedürftigkeit orientiert und Menschen vom Arbeitsmarkt ausgrenzt. "Zeitarbeit und unterdurchschnittlich bezahlte Arbeit sind kein Ziel politischen Handelns, aber Instrumente, um das eigentliche Ziel zu erreichen: einen Zugang für geringqualifizierte und benachteiligte Personengruppen zum Arbeitsmarkt zu schaffen."
Ein allgemeiner Mindestlohn stoppe die positive Entwicklung, die der Arbeitsmarkt in den letzten Jahren genommen hat, so Morlok. Die Arbeitsmarktreformen, die Anfang des letzten Jahrzehnts - übrigens unter Rot-Grün - eingeführt wurden, um Lohnergänzung statt Lohnersatz zu ermöglichen, haben den Zugang zu ergänzenden Sozialleistungen für Beschäftigte im Niedriglohnbereich erleichtert. Anreiz und Chancen für die Aufnahme einer Arbeit stiegen. Seit 2005 hat sich die Langzeitarbeitslosigkeit in Deutschland halbiert. "Mindestlöhne sind eine echte Gefahr für diese erfreuliche Entwicklung und schaffen keine Arbeitsplätze, sondern vernichten sie", macht der sächsische Staatsminister Morlok deutlich.
SMWA - Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr