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Gespräch mit Görlitzer IT Unternehmen, der Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH und der Hochschule Zittau/Görlitz

Auf Einladung des Oberbürgermeisters der Stadt Görlitz, Joachim Paulick, fand am Dienstagabend (15.11.11) im Görlitzer Rathaus ein Gespräch mit den Geschäftsführern Görlitzer IT Unternehmen, der Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH und dem Rektor der Hochschule Zittau/Görlitz, Prof.Dr. Friedrich Albrecht, statt. Joachim Paulick hatte das Treffen anberaumt aufgrund der sich verdichtenden Gerüchte über die Pläne der Hochschule, im Rahmen der im Moment stattfindenden Hochschulentwicklungsplanung, die Fakultät Informatik nach Zittau verlagern zu wollen.

Wenngleich das in einer sehr offenen und konstruktiven Weise geführte Gespräch noch nicht das insgeheim erhoffte Ergebnis eines klaren Bekenntnisses der Hochschule zum Informatik-Standort Görlitz brachte, zeigte die Anwesenheit nahezu aller Görlitzer IT-Unternehmen in aller Deutlichkeit die Brisanz der ausstehenden Entscheidung der Hochschulleitung. Prof. Albrecht zeigte sich von der gut funktionierenden Vernetzung in Görlitz beeindruckt und versprach, die Bedürfnisse der Unternehmen, die ja auch die besonders praxisnahe Ausbildung an der Hochschule befördern, in die Pläne der Hochschule, die Anfang Dezember vorliegen werden, mit einzubeziehen.

"Die Verlagerung der Fakultät würde für die Stadt Görlitz einen massiven Rückschritt bedeuten," konstatierte Oberbürgermeister Paulick. "Von den Unternehmen wurde viel Kraft und Energie in den Standort Görlitz investiert. Diesen Anstrengungen lag die Annahme zugrunde, dass dessen Zukunftsfähigkeit aufgrund des sehr gut qualifizierten Nachwuchses von der Hochschule gesichert sei. Eine Verlagerung der Fakultät würde das einzige Wachstumshemmnis der Unternehmen, den sich gegenwärtig bereits abzeichnenden Fachkräftemangel, noch verstärken." Auch für die Wirtschaftsförderung, die die Ansiedlung und das Wachstum der Unternehmen aktiv begleitet und gemeinsam mit der Hochschule die unterdessen hervorragend funktionierende Vernetzung innerhalb der Branche hier am Standort etabliert hat, ist die Bedeutung der Fakultät in Görlitz essentiell. "Die hervorragenden Möglichkeiten zu einer praxisnahen Ausbildung können nur aufgrund der Nähe der Unternehmen zu der Hochschule gewährleistet werden. Die Studenten können als Werksstudenten vormittags in den Unternehmen Projekte bearbeiten und nachmittags die Vorlesungen in der Hochschule besuchen. Diese Konstellation funktioniert nur aufgrund der räumlichen Nähe, die am Standort Görlitz einmalig ist." ergänzt Lutz Thielemann die Ausführungen der Unternehmen. Insgesamt sprach sich der gesamte Unternehmerkreis für die Fakultät am Standort aus.

In Görlitz hat sich aufgrund der Fakultät Informatik unterdessen eine lebhafte, innovative, stark wachsende IT Landschaft entwickelt. Gegenwärtig beschäftigen die Unternehmen hier vor Ort über 350 sehr gut qualifizierte, meist junge Mitarbeiter in sicheren langfristigen Arbeitsverhältnissen. In den nächsten 3 Jahren sind über 200 Neueinstellungen geplant. Diese Entwicklung ist für den Wirtschafts- und Wohnstandort Görlitz von enormer Bedeutung: alleine im Unternehmen Cideon wurden in den letzten 18 Monaten 15 Kinder auf die Welt gebracht. "Viele der Unternehmen haben sich in den letzten fünf Jahren hier am Standort entwickelt, gegründet oder angesiedelt. Dieses Wachstum ist eng an die Zusammenarbeit mit der Fakultät Informatik geknüpft. Ohne diese hätte sich dieses Cluster hier niemals entwickelt." beschreibt Daniel Patzelt von Cideon Software die Bedeutung der Fakultät für das Unternehmen.

Stadtverwaltung Görlitz