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Halbleiterwerkstoffe - Sachsen investiert in Forschung
Dresden - "Wir dürfen uns bei der Entwicklung von neuen Materialien für die Opto- und Mikroelektronik keineswegs in Abhängigkeiten von außereuropäischen Herstellern begeben. Um diese Schlüsseltechnologie in Sachsen, Deutschland und Europa weiter zu stärken, ist die Weiterentwicklung des Galliumnitrid als Halbleitermaterial von zentraler Bedeutung. Das Sächsische Forschungs- und Technologieministerium fördert daher den Ausbau der Innovations- und Wertschöpfungskette in diesem Bereich. Die NaMLab gGmbH erhält heute einen Fördermittelbescheid, um die damit verbundene Forschung weiter voranzutreiben", erklärt die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Sabine von Schorlemer, während ihres Rundgangs in den Räumlichkeiten der NaMLab gGmbH in Dresden.
Eingesetzt wird dieses Halbleitermaterial beispielsweise schon jetzt in der Optoelektronik für weiße Leuchtdioden (LED), die aufgrund ihrer überlegenen Eigenschaften zahlreiche Vorteile gegenüber Glüh- und Energiesparlampen aufweisen. Für die sächsische Kompetenz im Bereich der Mikroelektronik ist die Weiterentwicklung des Galliumnitrid (GaN) entscheidend.
Die NaMLab gGmbH, ein An-Institut der TU Dresden, und die Freiberger Compound Materials GmbH (FCM) sind auf diesem Gebiet eine Forschungskooperation eingegangen und konzentrieren Entwicklungsaktivitäten auf dieses neue, insbesondere in der Mikroelektronik für energiesparende Leistungshalbleiteranwendungen, vielversprechende Material. Damit lassen sich wesentlich effizientere und stromsparendere Versorgungskomponenten der notwendigen elektronischen Schaltungen z.B. der Automobilelektronik oder Energieerzeugung herstellen.
Die für dieses Vorhaben bereitgestellten Fördermittel in Höhe von 1,9 Mio. Euro werden u. a. in ein Gerät zur Erforschung von GaN als Substratmaterial für energiesparende mikro- und nanoelektronische Bauelemente mit großer Leistung oder hoher Frequenz eingesetzt. "Das versetzt uns in die Lage, die Bauelementeentwicklung aufs Engste mit der Substratentwicklung zu verzahnen. So kann derzeit dieses Forschungsgebiet für die Leistungselektronik auch unter für die Industrie relevanten Maßstäben beschleunigt vorangebracht werden", freut sich der wissenschaftliche Leiter der NaMLab gGmbH Prof. Dr. Thomas Mikolajick.
Das Sächsische Wissenschaftsministerium unterstützt dieses Vorhaben mit Hilfe der Mittel aus dem Europäischen Strukturfonds (EFRE). Zudem werden die Forschungsaktivitäten auch durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.
SMWK - Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst