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Dialog mit der EU zur Förderung von sächsichen Schlüsseltechnologien

Der sächsische Wirtschaftsstaatssekretär Hartmut Fiedler hat heute in Gesprächen mit Vertretern der Europäischen Kommission und auf einer vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr in Brüssel ausgerichteten Abendveranstaltung erneut für eine Unterstützung der sogenannten Key Enabling Technologies (KET) geworben.

"Die sogenannten Schlüsseltechnologien genießen zu Recht einen hohen Stellenwert auch in der sächsischen Wirtschaftspolitik. Ich setze mich mit Nachdruck dafür ein, dass die Europäische Kommission den vorgelegten Handlungsempfehlungen folgt und nächstes Jahr verbindliche Rahmenbedingungen für die Entwicklung der KET beschließt", so Fiedler und weiter: "Wir legen als Freistaat Sachsen großen Wert auf einen engen Dialog mit der EU-Kommission."

Die künftige Ausgestaltung des Förderrahmens der EU hänge wesentlich von dem Endbericht der Sachverständigen ab. Fiedler: "Sachsen ist als starker Technologiestandort in vielen Schlüsselindustrien gut aufgestellt. Wir brauchen diese innovativen Unternehmen, die mit Ihren Investitionen neue Arbeitsplätze schaffen und gut ausgebildete Fachkräfte nach Sachsen holen." Sachsen wird aktiv die Einrichtung von Demonstrationsprojekten unterstützen und lässt gegenwärtig Projektskizzen für Pilotlinien erstellen, um diese der EU-Kommission vorzustellen.

Am Abend eröffnete der Staatssekretär im Brüsseler Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen eine gemeinsam mit dem europäischen Halbleiterverband ESIA (European Semiconductor Industry Association) konzipierte Ausstellung zu den gesellschaftlichen Herausforderungen der neuen Technologien sowie der Rolle der KET`s bei deren Bewältigung. Auf einer Podiumsdiskussion diskutierten hochrangige Vertreter der EU, der Wirtschaft und Abgeordnete des Europäischen Parlaments über die künftige Unterstützung der KET`s auf europäischer Ebene.

Hintergrund:

Die vor einem Jahr von der EU auch auf Initiative des Freistaates Sachsen eingerichtete Hochrangige Sachverständigengruppe zu Schlüsseltechnologien (High Level Expert Group on Key Enabling Technologies - HLG KETs) empfiehlt ein umfangreiches Maßnahmenpaket, zu dem die Entwicklung einer europäischen KETs-Strategie, eine Neuausrichtung der Förderpolitik und die Erhaltung und den Ausbau der vollständigen KETs-Wertschöpfungskette in Europa gehört. Gefordert wird auch eine eigenständige Innovationspolitik für die von der Europäischen Kommission identifizierten sechs Schlüsseltechnologien Nanotechnologie, Mikro- und Nanoelektronik, fortgeschrittene Materialien, Photonik, Biotechnologie und fortgeschrittene Produktionsprozesse. Die Sächsische Staatsregierung hatte bereits wiederholt bei der EU für eine bessere Unterstützung der Schlüsseltechnologien geworben.

Weitere Informationen zur Arbeit der HLG KETs: http://ec.europa.eu/enterprise/sectors/ict/key_technologies/kets_high_level_group_en.htm

SMWA - Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr