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Fachkräftenachwuchs in der Lausitz
Die Chancen auf eine Ausbildung im Handwerk sind so gut wie nie. Denn trotz rückläufiger Bewerberzahlen bleibt das Ausbildungsengagement der Handwerksbetriebe in Südbrandenburg hoch - Das waren die Ergebnisse des gemeinsamen Pressegespräches der Agentur für Arbeit Cottbus, der Industrie- und Handelskammer Cottbus (IHK) und der Handwerkskammer Cottbus (HWK).
Insgesamt 717 Schulabgänger begannen in diesem Jahr eine Ausbildung im Handwerk, 4,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit verzeichnet die Handwerkskammer aktuell 2.081 Lehrlinge, darunter 530 weibliche Auszubildende. Allerdings blieben 136 Lehrstellen unbesetzt, was der stetig sinkenden Bewerberzahl geschuldet ist.
"Der Bewerbermangel im Kammerbezirk Cottbus ist demografiebedingt", erklärt Andrea Gollaneck, Leiterin der Abteilung Akademie des Handwerks, und fügt hinzu: "Die Zahl der Schulabgänger hat sich in Südbrandenburg innerhalb der letzten fünf Jahre nahezu halbiert. Von 8.498 im Jahr
2007 auf 4.699 in diesem Jahr."
Für junge Menschen in Südbrandenburg bietet der demografische Wandel dagegen günstigere Berufsperspektiven als in den Jahren zuvor. Die Chancen auf attraktive Ausbildungsplätze waren nie so gut wie heute.
Im regionalen Vergleich gibt es für Jugendliche im Landkreis Dahme- Spreewald nach wie vor die meisten unbesetzten Ausbildungsplätze mit 42, gefolgt vom Elbe-Elster-Kreis (34) und dem Landkreis Spree-Neiße (28).
Die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen ist ungebrochen. Dies beweisen auch die gut 200 Ausbildungsplätze in über 70 verschiedenen Berufen, die bereits jetzt für das nächste Jahr gemeldet wurden.
Um Bewerber stärker mit Ausbildungsbetrieben in Kontakt zu bringen, startet die HWK Cottbus erstmalig im Vorfeld der Handwerkerausstellung am 10. Februar mit einer "Langen Nacht der Ausbildung" in den Cottbuser Messehallen.
Quelle: Handwerkskammer Cottbus