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Handwerkskammer Cottbus - Veränderte Sicherheitslage in den Grenzregionen
Sonderumfrage der Handwerkskammern Cottbus und Dresden

Die Sicherheitslage in den Grenzregionen der Kammerbezirke Dresden und Cottbus ist auch Ende des Jahres nach wie vor besorgniserregend. Viele Unternehmen schätzen die Lage als kritisch ein, vor allem die grenznahen Regionen Spree-Neiße und Görlitz leiden unter erhöhten Diebstahlquoten - Das ergab eine Sonderumfrage der beiden Kammern Dresden und Cottbus.
Der wirtschaftliche Schaden in beiden Bundesländern beläuft sich insgesamt auf fast sechs Millionen Euro.
Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik des Landes Brandenburg wurden im Kammerbezirk Cottbus in den ersten drei Quartalen des Jahres 2010 rund 36.000 Straftaten begangen, davon 14.500 Diebstähle, vor allem Baustellen- und Kfz-Diebstähle schlugen zu Buche. "Dies spiegelt sich in der schlechten Einschätzung der Sicherheitslage
wieder: 86 Prozent der Betriebe aus dem Bauhauptgewerbe und 91 Prozent aus dem Kfz-Gewerbe schätzen die Lage 2011 als mittelmäßig bis schlecht ein. Prekärer noch zeichnet sich die Situation im Gewerblichen Bedarf ab, hier bewerten nur sechs Prozent der Unternehmen ihre Lage als gut. Was vor allem auf den vermehrten Diebstahl von Buntmetall zurückzuführen ist", betont Peter Dreißig, Präsident der Handwerkskammer Cottbus.
Auch die regionalen Unterschiede sind bezeichnend - Insbesondere der Landkreis Spree-Neiße mit seiner Grenznähe zu Polen berichtet von einer verschlechterten Situation (44 Prozent), gefolgt vom Landkreis Oberspeewald-Lausitz mit 30 Prozent. "Weitestgehend konform damit geht auch die Einschätzung der Polizeipräsenz", erklärt Peter Dreißig. "Für durchschnittlich 50,4 Prozent der Handwerksbetriebe ist die Polizeipräsenz zu gering", fügt er hinzu.
Ein ähnliches Bild zeigt sich auch im sächsischen Kammerbezirk.
Die an Tschechien grenzenden Landkreise Görlitz und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge klagen über eine schlechte Sicherheitslage.
Besonders problematisch sind auch hier die Diebstähle von Kfz- und Baufahrzeugen sowie der Klau von Buntmetallen.
Der wirtschaftliche Schaden beläuft sich in Cottbus auf rund 2,5 Millionen Euro (durchschnittlich 12.600 Euro pro Betrieb) und 3,4 Millionen Euro (durchschnittlich 10.700 Euro pro Betrieb) in Dresden.
"Für kleine Unternehmen kann dies existenzgefährdend sein", resümiert der Kammerpräsident.
Download der Auswertung der Sonderumfragen im PDF-Format:
- http://www.4imediadownload.com/PM/HWK/Sonderumfrage-Cottbus.pdf
- http://www.4imediadownload.com/PM/HWK/Sonderumfrage-Dresden.pdf
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