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40 Millionen Euro zusätzlich für sächsische Hochschulprojekte
Auf Grund der hohen Nachfrage der Hochschulen hat der Freistaat Sachsen die Mittel aus dem Europäischen Sozialfond (ESF) um 40 Millionen Euro aufgestockt. Bereits seit 2008 können sächsische Hochschulen für Hochschul- und Forschungsprojekte Fördergelder des ESF-Fonds abrufen. In der Förderperiode 2007 bis 2013 stehen somit nunmehr insgesamt Mittel in Höhe von 160 Millionen Euro für beschäftigungspolitische Projekte zur Verfügung.
„Mit der Förderung etwa von Nachwuchsforschergruppen stärken wir gezielt und nachhaltig das Innovationspotenzial unserer Hochschulen. Den jungen Spitzenkräften, vor allem in den MINT-Fächern, können wir so eine berufliche Perspektive in Sachsen bieten und aktiv dem Fach- und Führungskräftebedarf begegnen. Sächsische Hochschulen leisten mit diesen Projekten auch einen wesentlichen Beitrag zum Wissenstransfer in die sächsische Wirtschaft. Die Förderung ist also gut angelegtes Geld", bekräftigt die Sächsische Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer.
Bisher konnten bereits 36 Nachwuchsforschergruppen gefördert werden. Ob Forschungen zu Veredlungsverfahren für Feuerfestmaterial (TU Bergakademie Freiberg), chemische Nanoimprint-Technologie für Photovoltaik und Lichtmanagement (TU Dresden) oder trägergebundene Katalyse für innovative Bio- Nano- und Umwelttechnologie (Universität Leipzig); die Bandbreite der bearbeiteten Forschungsthemen ist beachtlich.
Fast alle Projekte sind mit sächsischen Unternehmen vernetzt. Eine deutliche Mehrheit der befragten Nachwuchsforscher, die bereits ein Berufsziel vor Augen haben, wünscht sich eine berufliche Perspektive im Freistaat Sachsen. Dies ergab eine aktuelle Evaluierung durch ein unabhängiges Consultingunternehmen.
Neben Nachwuchsforschergruppen konnten bislang auch über 240 Einzelpromotionsvorhaben gefördert werden. 12 sächsische Hochschulen haben zudem die Möglichkeit zur Förderung des Auf- und Ausbau ihrer Career Services wahrgenommen und die Entwicklung von 21 zusätzlichen Weiterbildungsangeboten im postgradualen Bereich konnte gefördert werden. Auch die Berufsakademie Sachsen erhielt umfangreiche Fördermittel, unter anderem für ein Projekt zur Qualitätssteigerung der Ausbildung im dualen System.
Best-Practice Beispiele in Zwickau zu sehen
Wer sich ein Bild von erfolgreichen Strukturfondsprojekten machen will, kann sich vom 17.10. bis zum 03.11. 2011 in Zwickau ein Bild machen. Die Best-Practice Wanderausstellung der EU-Strukturfonds macht Halt an der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ).
„Mehr Wachstum und Beschäftigung für Sachsen" - unter dieser Überschrift stehen dem Freistaat zwischen 2007 und 2013 rund vier Milliarden Euro aus den Strukturfonds der Europäischen Union zur Verfügung: 3,1 Milliarden Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und 872 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF). Innovation, Forschung und Bildung - das sind die Schwerpunkte des Fördermitteleinsatzes.
Auch die sächsischen Hochschulen - und damit die Studierenden - profitieren direkt oder indirekt von der EU-Förderung. Sei es durch neue Gebäude und Geräte, Stipendien zur Promotion, Unterstützung bei der Gründung eines Unternehmens oder dem Einstieg als Innovationsassistent in ein Unternehmen. Diese und weitere Möglichkeiten aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) werden in der Ausstellung auf mehr als 30 Tafeln präsentiert.
SMWK - Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst