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Sanierung Talsperre Spremberg - Chronik eines Dramas (Bezug zum Artikel in der LR vom 21.9.2011)

15 Millionen EURO. 15. 000.000,00 € für eine Talsperre!!! Davon lassen sich mehr als 1500 STÜCK Boote kaufen (bei Mengenrabatt sogar 3000 Stück), um im Ernstfall alle Spreewaldbewohner mit Boote zu evakuieren.

Damit ist nun endgültig der Tourismus an der Talsperre Spremberg zum Scheitern verurteilt. Der bereits erlittene Imageschaden aus den letzten zwei Sommern und den nun planmäßig folgenden 2 Jahren werden wohl nicht mehr gut zumachen sein. Dem Wetter sei die Schuld gegeben!
Nicht, wenn es andere Seen im Lausitzer Seenland gibt, die Urlauber aus nah und fern nutzen können. Schade!
Da helfen auch keine beschwichtigen und schöne Worte.
Wer dem Volk auf den Mund schaut (vor Ort (und das war schon immer die beste Umfrage), wird gleiches feststellen))!

Ist damit nun auch der WEP3 für die Spree zum Scheitern verurteilt?

Es geht nicht grundsätzlich gegen die Sanierung der Talsperre, nur das wie es gemacht wird und mit welchen Informationen und Aussagen seid Jahren argumentiert wird ist mehr als fragwürdig.

Brandenburgs größter Flachwasserspeicher, Tourismus- und Naherholungsgebiet im südlichen Brandenburg wird ein Todesstoß nach dem anderen versetzt.

Es werden viele Gelder in Entwicklungspläne, Visionen, Seminare und Workshops gepumpt, für was, wenn das Wasser fehlt.

Nunmehr frage ich mich und viele an dieser Stelle auch, was haben die damals in den 60er Jahren anders gemacht, als jetzt im 21. Jahrhundert, mit moderne Baukunst, Planungsbüros und Computern und Millionen Euros von Budget. Wo damals nur Schippe, Spaten und Dampfraupen im Einsatz kamen, stehen heute Kräne, modernste Maschinen, PCs, Architekten, Planer, Gestalter, GPS, hoch bezahlte Ingenieure, Ablaufpläne (die mittlerweile jeder Student in Projektmanagement erstellen kann)....zur Verfügung.
Es handelt sich bei dem Bauwerk Talsperre Spremberg nicht gerade um den Hover Damm, dennoch ein Kampf über viele Jahre entsteht, was machen wir mit dem heutigen Stand der Technik denn anders?

Seid Jahren haben Anlieger, Betreiber von touristischen Einrichtungen, Anwohner, Gäste und Besucher unter dem stark schwankenden Wasserpegel in der Talsperre Spremberg zu leiden. Von keinem anderen Stausee in der Bundesrepublik ist bisher so ein Leidesweg bekannt geworden.

Besonders im strukturschwachen, im aufstreben begriffenen Landstrich Brandenburgs (so wird es ja gerne beschrieben) spielt der Tourismus eine bedeutende Rolle (sofern man ihn auch lässt) und verspricht Wachstumspotenzial.

Die beiliegende Chronik zeigt, wie wichtig den Entscheidern diese Rolle ist und was sie bereit sind dafür zu tun!

  1. Artikel in der LR
  2. Wassersportentwicklungsplan des Landes Brandenburg

Quelle:

CEO Holger Köchel
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