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Ortsumgehung Spremberg - Eines der wichtigsten Bauprojekte in der Lausitz
Seit heute rollt nach gut vier Jahren Bauzeit der Verkehr auf der neuen Ortsumgehung Spremberg.
Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger und der parlamentarische Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Jan Mücke, gaben den Verkehr frei. 34 Millionen Euro wurden in die 12,5 Kilometer lange Straße investiert.
Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger: "Die Ortsumgehung Spremberg ist eines der wichtigsten Projekte in der Lausitz. Der Wachstumskern Spremberg wird von Verkehr entlastet und gleichzeitig wird der Wirtschaftsstandort mit den jetzt besseren Anbindungen gestärkt. Für die Ingenieure waren der Untergrund und einige knifflige Querungen zum Beispiel für die Werksbahn des Kraftwerks Schwarze Pumpe echte Herausforderungen."
Im Landkreis Spree-Neiße ist die Bundesstraße 97 von herausragender Bedeutung. Sie verbindet als eine der wichtigsten Hauptverkehrsstraßen den sächsischen Ballungsraum Dresden mit Guben im nördlichen Teil des Landkreises. Sie ist damit auch wichtig für grenzüberschreitende Verkehre in Richtung Osteuropa.
Nach Abschluss der Raumordnungsverfahren 1997 lagen alle erforderlichen Genehmigungen 2006 in Brandenburg und Anfang 2007 in Sachsen vor und die Bauarbeiten begannen am 25. Juni 2007. Die Ortsumgehung ist 12,5 Kilometer lang, davon 2,5 Kilometer in Sachsen. Es entstehen neun Brückenbauwerke, vier Knotenpunkte und ein Kreisverkehr.
Die Strecke beginnt in Sachsen in der Nähe von Spreetal. Die Neubautrasse beginnt zwischen Terpe und Schwarze Pumpe, tangiert die Altbergbaugebiete im Pulsberger Raum, umgeht Spremberg im Westen und mündet unweit des Funkturms wieder in die vorhandene B 97. Die Bundesstraße wird an vier Kreuzungspunkten mit anderen Straßen verknüpft, die Fahrbahn ist 10,5 Meter breit.
Für den Schutz von Tieren entstanden Krötenzäune, Tierdurchlässe, Wildwarnreflektoren an den Lichtpfosten und Orientierungshilfen für Fledermäuse, um bei Nacht den Brücken ausweichen zu können. Alle Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen wie Entsiegelungen, Aufforstungen, Waldumbau, Wildschutz oder Hecken- und Gehölzpflanzungen erstrecken sich über eine Fläche von fast 100 Hektar.
Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft Brandenburg