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Neues Buch über den bedeutenden Görlitzer Architekten Friedrich Paul Gerhard Röhr
Rechtzeitig zum Tag des offenen Denkmals erscheint am 11. September eine Publikation über den herausragenden Görlitzer Architekten des 19. Jahrhunderts, Gerhard Röhr. Das Werk mit 236 Seiten und einer Auflagenhöhe von 700 Exemplaren wird an diesem Sonntag erstmals am Stand der Denkmalschutzbehörde auf dem Untermarkt zu einem Verkaufspreis von 25 Euro angeboten.
Peter Mitsching, Leiter der Görlitzer Denkmalschutzbehörde, fasste das Schaffen des Architekten in einem Buch zusammen. Drucktechnisch aufbereitet wurde es von der Magnet Werbeagentur. Gabriele Melzer, Geschäftsführerin der Werbefirma, beauftragte auch die Graphischen Werkstätten Zittau zum Druck des Buches.
Vor einigen Jahren kam Peter Mitsching mit der Enkelin von Gerhard Röhr, Karin Röhr, in Kontakt. Bei dieser Gelegenheit sichtete der Denkmalschützer die pfleglich aufbewahrten Dokumente über Röhr. Angefangen von der Geburtsurkunde über den Totenschein, Bescheinigungen über Schule, Lehre, berufliche Qualifikation und weitere Nachweise über das Wirken von Gerhard Röhr in der Stadt Görlitz - alles war in den Beständen von Karin Röhr vorhanden. Sie stellte dem Leiter der Denkmalschutzbehörde sämtliche Belege frei zu Verfügung. So konnten die originalen Entwürfe, Dokumente und verschiedenste Aufzeichnungen Röhrs für diese Publikation verwendet werden.
Karin Röhr freut sich, dass sie damit das Wirken und die Arbeit ihres Großvaters der Öffentlichkeit zeigen kann. „Es macht mich besonders stolz, dass er so viel für Görlitz geleistet hat und dabei ein gutes und harmonievolles Familienleben führen konnte", so die Enkelin Röhrs.
„In der Zeit des Wirkens von Friedrich Paul Gerhard Röhr hat sich die Stadt stark verändert, ihm haben wir viele schöne Bauten zu verdanken", sagt Oberbürgermeister Joachim Paulick. Denn Görlitz verdankt Gerhard Röhr eine Vielzahl bedeutender Gebäude. Großprojekte, wie die Kreuzkirche, das Gebäude der heutigen Hochschule, die Hagspihl-Villa auf der Goethestraße, das Verwaltungsgebäude der Landskron Brauerei und weitere wurden von ihm entworfen.
Der 1859 in Görlitz geborene Architekt beeinflusste und prägte eine Vielzahl beeindruckender Häuser mit den Architekturstilen Historismus, Jugendstil, 20er Jahre. Er gehörte der "Loge zur Gekrönten Schlange" an und war gesellschaftlich sehr aktiv. Im Görlitzer Baugeschehen der Kaiserzeit erhielt er als eine der wenigen Akteure seine Ausbildung an der Königlichen Baugewerbeschule, heutiges Curie-Gymnasium auf dem Wilhelmsplatz. Viele seiner Entwürfe heben sich qualitativ deutlich von denen anderer Architekten ab. Beeindruckend ist der Wandel seiner Stil- und Formensprache gemäß des sich ändernden Zeitgeschmackes.
Der Verkaufserlös des Buches fließt der Görlitzer Altstadtstiftung zu und damit dem Erhalt und der Pflege des Görlitzer Denkmalbestandes.
Ab dem 12. September wird die Neuerscheinung in folgenden Verkaufsstellen erhältlich sein:
- I-vent Tourismusbüro, Obermarkt 33
- Comenius-Buchhandlung, Steinstraße 15
- Schlesische Schatztruhe, Brüderstraße 15
- Filigran, Brüderstraße 10
- Untere Denkmalschutzbehörde, Untermarkt 20
Stadtverwaltung Görlitz