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Handwerkskammer Cottbus - Handwerk enttäuscht über mangelnde Förderung

Steuerliche Anreize für Gebäudesanierungen fallen weg

Das südbrandenburgische Handwerk ist enttäuscht über die sich abzeichnende Absage der steuerlichen Förderung von Gebäudesanierungen im Rahmen der Energiewende. "Wir bedauern sehr, dass sich die Bundesregierung und die Bundesländer scheinbar nicht auf eine Lösung einigen können und von rein fiskalischen Überlegungen leiten lassen", sagt Peter Dreißig, Präsident der Handwerkskammer Cottbus (HWK). Damit werde eine große Chance vertan, wachstumsfördernde Anreize zu setzen.

Die steuerliche Förderung von Gebäudesanierungen hätte einen wichtigen Impuls für das Handwerk geben können. "Unsere Betriebe mit ihren qualifizierten Mitarbeitern hätten von den Maßnahmen profitieren können. Wer anders als unsere Unternehmen kann neue Techniken umsetzen, ob bei erneuerbaren Energien oder bei Einsparungen. Da sind wir sehr gut aufgestellt", erklärt der HWK-Präsident.

Dass das Hin und Her zwischen der Bundesregierung und den Bundesländern in den vergangenen Monaten bereits Folgen hat, zeigen die Schätzungen der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). Demnach sind die hocheffizienten energetischen Gebäudesanierungen 2011 in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um die Hälfte zurückgegangen.

"Unseres Erachtens gilt es, unbedingt am klugen Instrumenten-Mix aus verstetigter direkter Förderung durch KfW-Mittel und steuerlichen Anreizen festzuhalten", sagt Peter Dreißig. "Nur durch eine solche zweigleisige Strategie mit passgenauen Alternativen für unterschiedliche Investorenkonstellationen können die erheblichen Effizienzpotentiale im Gebäudebestand umfassend gehoben und die klimapolitischen Ziele der Energiewende tatsächlich erreicht werden."

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