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Freistaat Sachsen fördert bienenfreundliche Maßnahmen

Staatsministerium unterstützt Initiative für mehr Blüten in der Landschaft

Freistaat Sachsen fördert bienenfreundliche Maßnahmen    Staatssekretär Herbert Wolff sagt der neuen Initiative „blühen - bestäuben - pflegen - genießen" die Unterstützung des Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft zu. „Wir wollen in Zukunft mit unseren Möglichkeiten helfen, dass die Initiative ihre Ziele erreichen kann", sagt der Staatssekretär. „Das gilt zum Beispiel bei der Gestaltung von rechtlichen Rahmenbedingungen und bei der Ausgestaltung von Förderprogrammen".

Vier Verbände hatten die Initiative „blühen - bestäuben - pflegen - genießen" am Rand der Kleinen Gartenschau im Juni in Oschatz gegründet: der Bund deutscher Baumschulen - Landesverband Sachsen e. V., der Landesverband sächsischer Imker e. V., der Deutsche Verband für Landschaftspflege e. V. und der Fruchtsaftverband Sachsen e. V. Ihr gemeinsames Ziel ist, die Gesellschaft darauf hinzuweisen, dass mehr Blüten in der Landschaft gebraucht werden. Das käme zum einen den Bienen zu Gute, zum anderen würde dadurch die artenreiche Kulturlandschaft erhalten. Die Initiative tritt unter anderem ein für die Verwendung von einheimischen blühenden Gehölzen bei Ausgleichsmaßnahmen und für die Pflege und den Erhalt bestehender Streuobstwiesen.
Damit engagiere sich die Initiative in einer „Angelegenheit von gesellschaftlicher Bedeutung", so Wolff. „Blüten von Blumen, Kräutern, Feldfrüchten, Sträuchern und Bäumen sind wichtig für Bienen, ohne die es wiederum keine natürliche Vielfalt und geringere Erträge in der Landwirtschaft, im Garten- und Obstbau gibt."

Der Freistaat fördert im Rahmen der Richtlinien „Agrarumweltmaßnahmen" und „Natürliches Erbe" bienenfreundliche Maßnahmen, unter anderem den Einsatz kräuterreicher Ansaatmischungen (495 Euro pro Hektar) und die Anlage von Grünstreifen auf Ackerland (310 Euro/ha) sowie von Streuobstwiesen. Auch die geförderten Ansaaten von Zwischenfrüchten (85 Euro/ha), Untersaaten (50 Euro/ha) und die Anwendung bodenschonender Produktionsverfahren des Ackerfutterbaus (267 Euro/ha) verbessern das Nahrungsangebot von Bienen.

SMUL - Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft