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Nachwuchspreis für junge Agrarforscherin

Der Förderpreis 2011 des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg geht heute an Humboldt-Uni-Absolventin Christiane Winkler. Die Übergabe erfolgt im Rahmen der Akademischen Feier der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät (LGF) der Humboldt-Universität zu Berlin. Winkler hat im Fach Agrarökonomie ihre Masterarbeit zu einem Thema aus dem Bereich der ländlichen Entwicklung vorgelegt: Regionale Vernetzung von Akteuren und Projektträgern in LEADER - Eine Fallstudie im Bereich Verarbeitung und Vermarktung von regionalen Lebensmitteln in Brandenburg.

Nachwuchspreis für junge AgrarforscherinBrandenburgs Agrarminister Jörg Vogelsänger unterstreicht: „Ich gratuliere Christiane Winkler herzlich zu diesem wissenschaftlichen Erfolg. Die Frage, wie die Arbeit in den LEADER-Arbeitsgruppen so organisiert werden kann, dass die einmal beschlossenen Entwicklungsschwerpunkte auch zu mehr Wertschöpfung in den Regionen führen, gehört zu den spannendsten überhaupt. Die Bereitstellung von Fördermitteln ist nur eine Seite der Medaille. Ohne engagierte Bürgerinnen und Bürger, die sich für die ihren Ort und ihre Region einsetzen, führt kein noch so gut aufgestellter Fördertopf in der ländlichen Entwicklung zu diesem Ziel. Die Europäische Union bündelt diese Basisarbeit unter dem Dach von LEADER."

LEADER steht für Liaison entre actions de développement de l'economie rurale - Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft.
Der Förderpreis wird alljährlich von Brandenburgs Agrarressort vergeben, um die wissenschaftliche Nachwuchsarbeit an der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät der Humboldt-Universität zu unterstützen, nicht zuletzt deshalb, weil von hier auch viele gut ausgebildete Hochschulabsolventen kommen, die in Brandenburger Agrarbetrieben und in Agrarforschungseinrichtungen, die im Land ihren Sitz haben, herkommen.

Seit 1990 besteht eine rege, ergiebige wissenschaftliche Kooperation zwischen der LGF mit den außeruniversitären Agrarforschungseinrichtungen des Landes Brandenburg.

Fallstudie LEADER Brandenburg

Die Zusammenarbeit der Akteure in Projekten der ländlichen Entwicklung wird in regionalen LEADER-Gruppen unterstützt. In der mit dem Förderpreis ausgezeichneten Arbeit wird der Fokus auf die LEADER-Gruppen im Land Brandenburg gelegt und die Frage gestellt, „ob es durch die LEADER-Projekte tatsächlich zu einer Vernetzung der ländlichen Akteure in den Regionen kommt und neue Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen" aufgebaut worden sind.

Untersucht werden die regionalen Vernetzungsprozesse in den LEADER-Regionen Märkische Seen, Oderland, Uckermark und Spreewald.

Dabei kommt die Autorin zu den Fazit: „Die Entwicklung landwirtschaftlicher Wertschöpfungsletten ist über die LEADER-Achse nur begrenzt möglich. So werden ausschließlich kleine und mittelständische Betriebe im Rahmen der LEADER-Projekte gefördert, die eher geringere regionale Wertschöpfungseffekte bewirken. Auch wurde deutlich, dass in den kleinstrukturierten Projektnetzen häufig logistische und Absatzprobleme bestehen. Langfristig werden diese Nischenformen vermutlich nur in größeren Kooperationen bestehen können. Eine wichtige Rolle spielen dabei der Austausch über Kooperationsprojekte, aber auch die überregionalen Vernetzungsstellen des Netzwerks für den ländlichen Raum."

Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft Brandenburg