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IHK und Handwerkskammer Cottbus Resolution: Für Erhalt der Lausitzer Universitäts- und Hochschulstandorte

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus und die Handwerkskammer (HWK) Cottbus haben in einer gemeinsamen Resolution an die Brandenburger Landesregierung gefordert, dass bevorstehende Strukturanpassungen in der brandenburgischen Hochschullandschaft nicht zu Lasten der Leistungs- und Zukunftsfähigkeit der Universitäts- und Hochschulstandorte im Kammerbezirk Cottbus gehen dürfen.

Die Landesregierung lässt gegenwärtig die Vorschläge zur grundlegenden Umstrukturierung der brandenburgischen Hochschullandschaft erarbeiten, um deutliche finanzielle Einsparungen zu erreichen.

Die beiden südbrandenburgischen Wirtschaftskammern setzen sich für den Erhalt und den weiteren Ausbau einer leistungsfähigen und modernen Universitäts- und Hochschullandschaft in der Region ein, da diese ein zen-trales Element der Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Lausitz ist. Um langfristig erfolgreich agieren zu können, benötigen innovative Unternehmen sowohl Forschungs- und Entwicklungskapazitäten in der Region als auch akademisch qualifizierten Fachkräftenachwuchs.

Die Resolution hat folgenden Wortlaut:

Resolution der Südbrandenburger Wirtschaft: „Erhalt der Lausitzer Universitäts-/Hochschulangebote und -standorte"

Die Landesregierung Brandenburg hat eine Kommission einberufen, die einen Vorschlag zur Restrukturierung der Brandenburger Hochschullandschaft mit dem Ziel deutlicher Einsparungen erarbeiten soll.

Bei aller auch von der Wirtschaft akzeptierten Notwendigkeit zum sparsamen Einsatz von Steuergeldern fordert die Südbrandenburger Wirtschaft, dass notwendige Strukturanpassungen nicht zu Lasten der mathematisch-technischen Angebote und der Leistungs- und Zukunftsfähigkeit der Hochschulstandorte im Kammerbezirk Cottbus gehen.

Wissenschaft und Forschung sind zentrale Bausteine für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und damit des Landes Brandenburg. Mit Blick auf die Zukunft und die weitere Entwicklung des Industrie- und Dienstleistungsstandortes Lausitz sind sowohl die Grundlagenforschung als auch die unternehmensnahe Forschung an den Hochschulen in der Region von unschätzbarem Wert. Die aktuelle Studie der IHK Cottbus zu den Innovationspotenzialen der Region belegt eindrucksvoll den engen Zusammenhang zwischen Standorten mit Universitäten/Hochschulen und innovativen Unternehmen.

Sowohl die BTU Cottbus, die einzige technische Universität in Brandenburg, als auch die Hochschule Lausitz mit ihren Standorten in Cottbus und Senftenberg haben sich im nationalen Hochschulranking sehr gut etabliert. Die Anzahl der Studierenden konnte an der Universität sowie an der Hochschule stetig gesteigert werden. Damit ziehen sie junge Menschen in die Region und tragen entscheidend zur Deckung des dringend benötigten technisch-wissenschaftlichen Fachkräftenachwuchses in Brandenburg bei.

Kürzungen bis hin zu Standortschließungen bedrohen die Entwicklung der Region im Wettbewerb zu anderen Regionen mit einem leistungsfähigen Studienangebot. Vielmehr muss der von den Lausitzer Hochschulen eingeschlagene Weg, Parallelangebote in den Studiengängen zu beseitigen, die Kooperation zu vertiefen und gleichzeitig Angebote für junge Menschen mit Abitur und Fachhochschulreife aufrecht zu erhalten, weiter konsequent beschritten werden. So kann die notwendige Effizienzsteigerung im Brandenburger Hochschulwesen erreicht werden, ohne die wirtschaftliche Zukunft zu gefährden.

Die Lausitzer Wirtschaft fordert von der Landesregierung, die richtigen Prioritäten zu setzen und in den Wissenschafts- und Bildungsstandort Brandenburg zu investieren. Im Sinne der weiteren positiven Entwicklung der Lausitz müssen die Studienangebote in Cottbus und Senftenberg in ihrer Leistungsfähigkeit gestärkt werden.

Industrie- und Handelskammer Cottbus