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Passiv bauen und aktiv Energie und Geld sparen

Umweltminister Frank Kupfer übergibt nach Passivhausstandard sanierte Arztpraxis und schaltet Internetportal zu Energieberatern frei

Passiv bauen und aktiv Energie und Geld sparenStaatsminister Frank Kupfer hat heute (17. Juni 2011) die Bedeutung des Bauens und Sanierens von Häusern nach dem Passivhausstandard betont. „Wer ein Haus nach diesen Maßgaben baut oder saniert, hilft langfristig Energie und Kohlendioxid-Emmissionen einzusparen", sagte der Minister bei der Übergabe einer Arztpraxis im mit Passivhauselementen sanierten Baudenkmal Westbad in Leipzig. „Energie gar nicht erst zu verbrauchen ist der richtige Weg, Energie zu sparen. Wir müssen in Zukunft noch effizienter mit der zur Verfügung stehenden Energie umgehen. Das wird auch in der aktuellen Debatte um erneuerbare Energien und den Atomausstieg deutlich."

Das Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) unterstützt den Bau oder die Sanierung nach Passivhausstandard. Für die entsprechende Sanierung können Bauherren 130 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche bekommen, beim Neubau erhalten sie 100 Euro pro Quadratmeter. Der Zuschuss hilft die Mehrkosten zu senken, denn das Erreichen des Passivhausstandards ist teurer als die herkömmliche Bauweise. „Energiesparendes Bauen und Sanieren kostet mehr, aber das Geld ist gut angelegt", so Kupfer. „Die höheren Ausgaben werden später über deutlich geringere Betriebskosten wieder eingespart." So brauchen typische Altbauten im Durchschnitt ca. 240 Kilowattstunden Energie pro Quadratmeter und Jahr, bei Passivbauweise verringert sich der Wert auf 15 Kilowattstunden.

Im Fall des Westbades in Leipzig sieht die Rechnung so aus: Die Sanierung nach Passivhausstandard kostete rund 300 000 Euro mehr, spart aber 12 000 Euro Energiekosten schon im ersten Jahr. Mit der Förderung durch das SMUL verringerten sich die Mehrkosten um zwei Drittel. Der zinsfinanzierte Mehrbetrag von 100 000 Euro amortisiert sich unter Annahme von fünf Prozent Energiepreissteigerung und sechs Prozent Zinsen in voraussichtlich zehn Jahren.

Zusätzlich zu den konkreten Hilfen für das passivhausgerechte Bauen und Sanieren gibt es seit heute im Internet auf den Seiten der Sächsischen Energieagentur SAENA ein Suchportal für potentielle Bauherren in Sachsen (www.saena.de/energieberater). „Hier finden Interessenten qualifizierte Energieberater, die ihnen beim Sanieren oder Bauen nach Passivhausstandard weiterhelfen", sagte der Minister beim Freischalten der kostenlosen Datenbank. Die in der Liste vertretenen Berater müssen sich ständig weiterbilden und der SAENA ihre Qualifikationen nachweisen.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.smul.sachsen.de/foerderung  und unter www.saena.de .

SMUL - Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft