Nachrichten und Pressemitteilungen

Frauen mit naturwissenschaftlich-technischen Abschlüssen in Berlin und Brandenburg weiterhin unterrepräsentiert

Zum elften internationalen "Girls’ Day" am 14. April 2011 stellt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg fest, dass naturwissenschaftlich-technische Abschlüsse bei den Berlinerinnen und Brandenburgerinnen mit beruflichem Ausbildungs- oder Hochschul-/ Fachhochschulabschluss immer noch unterrepräsentiert sind.

Frauen mit naturwissenschaftlich-technischen Abschlüssen in Berlin und Brandenburg weiterhin unterrepräsentiertDer Frauenanteil bei naturwissenschaftlich-technischen Abschlüssen betrug 2009 in Berlin lediglich 15,5%, bei den übrigen Abschlüssen rund zwei Drittel. In Berlin-Ost war ein Frauenanteil von 17,9% bei den sogenannten MINT-Abschlüssen zu verzeichnen, in Berlin-West ein Anteil von 12,7%. In Brandenburg belief sich der Anteil der Frauen bei diesen Abschlüssen auf 14,6%, bei den übrigen Abschlüssen auf rund 70%.
Während die in Berlin-West lebenden Frauen der Altersgruppe 55 bis unter 65 Jahre mit Berufsabschluss zu 6,9% einen naturwissenschaftlich-technischen Abschluss haben, liegt dieser in der Altersgruppe 25 bis unter 35 Jahre in 8,0% der Fälle vor. In Berlin-Ost lebende Frauen der Altersgruppe 55 bis unter 65 Jahre haben zu 17,1% einen naturwissenschaftlich-technischen Abschluss, wohingegen in der Altersgruppe 25 bis unter 35 Jahre nur noch ein Anteil von 8,9% zu verzeichnen ist. In Brandenburg liegen die Verhältnisse ähnlich wie in Berlin-Ost: Während die 55- bis unter 65- jährigen Brandenburgerinnen mit Berufsabschluss zu 13,5% einen naturwissenschaftlich- technischen Abschluss besitzen, ist dieser Anteil in der Altersgruppe der 25- bis unter 35-Jährigen um 8,3 Prozentpunkte geringer.
Weiterhin gibt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg bekannt, dass der Frauenanteil bei naturwissenschaftlich-technischen Abschlüssen in der Altersgruppe 25 bis unter 35 Jahre in Berlin steigt. Während dieser Anteil 2005 noch bei 14,2% lag, ist 2009 ein Zuwachs von 3,7 Prozentpunkten zu verzeichnen. In Brandenburg ist diese Entwicklung eher gegenläufig, hier ist der Anteil der Frauen im gleichen Betrachtungszeitraum von 8,6% auf 7,8% gesunken.

Die Zahlen beruhen auf Angaben zum Mikrozensus, der in beiden Ländern vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg durchgeführt wird. Untersucht wurde das Vorliegen von Abschlüssen in sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) in der weiblichen Bevölkerung von Berlin und Brandenburg. Bei Aussagen zu Berlin-Ost oder -West wurden die Bezirke Mitte und Friedrichshain- Kreuzberg ausgeklammert.

Foto: handwerk.de

Über das Datenangebot des Bereiches Mikrozensus informiert: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg