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Brandenburg radelt an: Anradeln 2011 zur Fischerei Köllnitz in Sielmanns Naturlandschaft Groß Schauener Seen

Bad Saarow. Frühlingszeit ist Drahteselzeit. Auch 2011 warten 7 000 Radrouten‐Kilometer im Land Brandenburg darauf, „erfahren“ zu werden. Offiziell eingeläutet wird die diesjährige Radsaison am Sonnabend, dem 16. April, wenn es wieder heißt: „Brandenburg radelt an“. Diesmal haben die Radfreunde die Möglichkeit, von mehreren Startpunkten aus in „Sielmanns Naturlandschaft Groß Schauener Seen“ zu rollen. In den Sattel schwingt man sich jeweils um 10 Uhr an den Bahnhöfen Königs Wusterhausen, Erkner und Fürstenwalde sowie an der Burg Storkow. Alle Touren sind circa 30 Kilometer lang.

Gemeinsames Ziel aller „Anradler“ ist ‐ getreu dem Motto „Adler trifft Zander“ ‐ die Erlebniswelt der Fischerei Köllnitz in Groß Schauen, einem Ortsteil der Stadt Storkow (Mark). Zur Stärkung warten dort frischer und geräucherter Fisch, Fischbrötchen und ‐suppe sowie Wildprodukte und Wildbratwurst vom Gut Hirschaue auf die muntere Radlerschar.

Angeboten werden Führungen zum etwa zwei Kilometer entfernten Aussichtsturm Selchow, von dem man einen herrlichen Blick über Wiesen und See samt der in den Feuchtgebieten lebenden Fauna genießen kann. Zu Fuß, per Rad oder auf Tretrollern kann man sich zu den Salzwiesen führen lassen, eine der am besten erhaltenen Binnensalzstellen des Landes. Schauteiche und Brandenburgs erstes Fischereimuseum, unter anderem mit Arbeiten der Bremerhavener Präparatorin Anja Kempf, laden zur Besichtigung ein.

Nicht versäumen sollte man einen Besuch im Heinz Sielmann Informationszentrum. Jahrzehntelang bereiste Heinz Sielmann (1917 ‐ 2006) die Erde als Tierfilmer und Naturschützer. „Ich habe dabei atemberaubend schöne Landschaften erlebt und einzigartige Naturschauspiele“, schrieb er 1995 in seinem Bildband „Mein Abenteuer Natur“. 

Ein Jahr zuvor wurde die Heinz Sielmann Stiftung gegründet, deren Leitsatz „Naturschutz als positive Lebensphilosophie“ die Lebensanschauung von Heinz Sielmann und dessen Ehefrau Inge widerspiegelt. Die Stiftung will durch Ankauf und Pflege von Biotopen Lebensräume für bedrohte Arten schaffen und erhalten. 2001 entstand auf diese Weise die 1906 Hektar große „Sielmanns Naturlandschaft Groß Schauener Seen“. „Ziel des Erwerbs durch unsere Stiftung war die langfristige Sicherung großräumiger, ökologisch wertvoller Gebiete als Lebensraum für bestandsbedrohte Tierarten wie Fischotter und Fischadler", erläuterte Inge Sielmann, als sie dort im Mai 2008 den Natur‐Erlebnisweg einweihte. Das Informationszentrum beherbergt eine Ausstellung über Leben und Werk von Professor Sielmann, den regionalen Naturschutz sowie die Tierwelt der Groß Schauener Seen. Im „Fischadler‐TV“ sind von April bis Mitte September per Webcam Live‐Bilder aus dem „Adler‐Wohnzimmer“ auf einem Großbildschirm zu sehen.

Wer weitere Tipps zur Reiseregion wünscht, wird an einem Informationsstand fündig.

Weitere Informationen:

Tourismusverband Seenland Oder‐Spree e.V.
Ulmenstraße 15
15526 Bad Saarow

Tel.: +49 33631 / 86 81 00
Fax: + 49 33631 / 86 81 02