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Auch 2011 fördert die EU wieder kleine Unternehmen in der Görlitzer Innenstadt

Ewelina Giacalone in ihrem GeschäftEin neues, ein renoviertes Ladengeschäft? Eine neue Physiotherapie? Es fällt auf, wenn in der Görlitzer Innenstadt etwas passiert. Doch nicht in jedem Fall ist bekannt, dass diese Veränderungen durch Zuschüsse der Europäischen Union möglich wurden. 40.000 Euro flossen 2010 in Vorhaben der Branchen Gesundheit, Einzelhandel, Freizeit und Fitness und Hotellerie. In diesem Jahr kann dieser positive Weg weiter beschritten werden. Die für die Bezuschussung erforderlichen EU-Förder- und städtischen Eigenmittel stehen für 2011 bereit.

Wie bei Förderprogrammen üblich, sind auch bei dieser Unternehmensförderung einige „Spielregeln" einzuhalten. Antragsberechtigt sind Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten und einem Jahresumsatz, der 10 Millionen Euro nicht übersteigt, die sogenannten kleinen Unternehmen.

Zuwendungsfähige Branchen sind u. a. das produzierende Gewerbe, das Handwerk, das Einzelhandels- oder Dienstleistungsgewerbe.

Firmen mit Investitionsabsichten, die darauf ausgerichtet sind, das Unternehmen zu erweitern, ein neues Gewerbe zu gründen oder ein bestehendes in das Innenstadtgebiet zu verlagern, können einen Zuschuss von bis zu 40 Prozent erhalten.

Ewelina Giacalone, Besitzerin des Modegeschäftes „GiaCo" auf der Görlitzer Jakobstraße, nahm die Förderung 2010 in Anspruch. Sie haben wir befragt:

Frau Giacalone, was ist das Besondere an Ihrem Geschäft?

„Das Besondere an meinem Geschäft ist, dass es ein Outletstore ist. Das heißt, es gibt unterschiedlichste Waren in hoher Markenqualität zu erschwinglichen Preisen. Ich biete in meinem Laden Kleidung von Markenherstellern an, die um 50 Prozent günstiger ist als im üblichen Verkauf. Dem Kunden wird kein gewöhnlicher „Lagerverkauf" angeboten. Er erlebt vielmehr ein Shoppingerlebnis in einem schönen und angenehmen Ambiente."

Wie spiegelt sich die Förderung in ihrem Geschäft wieder?

„Durch die Förderung war es mir möglich, die Qualität sowie die Quantität der Ausstattung meines Geschäftes zu erhöhen. Ohne Zuschuss hätte der Laden, so wie er heute vorzufinden ist, nicht entstehen können."

Würden Sie die Förderung anderen Kleinunternehmern weiterempfehlen?

„Die Förderung durch EFRE würde ich in jedem Fall weiterempfehlen. Natürlich ist ein gewisser Aufwand bei der Beantragung und Abrechung zu betreiben, aber letztendlich lohnt es sich für jeden, diese Hilfe in Anspruch zu nehmen."

Was raten Sie anderen Unternehmern?

„Anderen Unternehmen rate ich, lange vorauszuplanen. Es gibt viele Kleinigkeiten, die bedacht werden müssen. Vor allem Existenzgründern rate ich, sich auch mit anderen unterstützenden Institutionen, wie der Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH oder der IHK in Verbindung zu setzen, damit am Ende ein gut durchdachtes Gesamtpaket entsteht."

Es lohnt sich also in jedem Fall, sich bei der Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH, Fleischerstraße 19, 02826 Görlitz, Telefon 03581 475740 oder beim Stadtplanungsamt, Hugo-Keller-Straße 14, Telefon 03581 672117, 672248 umfassend beraten zu lassen. Hier erhalten Unternehmer und Unternehmerinnen auch die erforderlichen Unterlagen.

Die Förderrichtlinie kann unter www.goerlitz.de -> Bürgerportal der Stadt -> Aktuelles -> Fördermöglichkeiten -> KU-Förderung eingesehen werden.

Foto: Ewelina Giacalone in ihrem Geschäft

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