Nachrichten und Pressemitteilungen
Menschen unterwegs – die "via regia" und ihre Akteure
Wissenschaftliche Tagung zur 3. Sächsischen Landesausstellung
„Kaufleute, Pilger, Schausteller, Bettler, Künstler - sie alle haben entlang der alten Handelsstraße nicht nur Waren, sondern auch Ideen und Kultur ausgetauscht und damit weitreichende wirtschaftliche, soziale und religiöse Transferprozesse ausgelöst. Diese Menschen stehen im Mittelpunkt der Tagung, denn durch ihren Lebensweg soll Geschichte greifbar und erlebbar gemacht werden", sagte die Sächsische Wissenschafts- und Kunstministerin Sabine von Schorlemer. Die Ministerin ist gleichzeitig Schirmherrin der öffentlichen Tagung, bei der neben Impulsreferaten vorwiegend junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in insgesamt 16 Vorträgen ihre neuesten Forschungen darlegen.
„Viele Bereiche zum Thema 'via regia' sind noch weitgehend unerforscht oder bedürfen einer aktuellen Betrachtung, umso mehr freue ich mich über den regen Zuspruch, den die wissenschaftliche Tagung erfährt ", ergänzt sie.
Die im Rahmen der Tagung entstandenen wissenschaftlichen Beiträge zur Landesausstellung „via regia - 800 Jahre Bewegung und Begegnung" werden 2011 in einem Essayband publiziert, der neben dem Ausstellungskatalog im Rahmen der Landesausstellung auch bereits zur Leipziger Buchmesse im März 2011 erscheinen soll.
Die Tagung wird durch die Zusammenarbeit der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften e.V., dem Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V. sowie den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ermöglicht.
Hintergrundinformation
Die 3. Sächsische Landesausstellung „via regia - 800 Jahre Bewegung und Begegnung" findet vom 21. Mai bis 31. Oktober 2011 in Görlitz statt. Sie thematisiert - mit besonderem Blick auf die Stadt Görlitz - die Handelsstraße via regia als älteste und längste Landverbindung zwischen Ost- und Westeuropa. Die via regia verbindet mit 4.500 km Länge von Kiew in der Ukraine bis Santiago de Compostela in Spanien acht europäische Länder. Die Stadt Görlitz als östlichste Stadt Deutschlands entstand im 12. Jahrhundert als Kaufmannssiedlung an einem der Übergänge der via regia über die Neiße und gehörte im Mittelalter zu den wichtigen Handelsstädten entlang der Handelsstraße.
Im Jahr 2005 wurde die via regia als „Große Kulturstraße des Europarates" ausgezeichnet.
SMWK - Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst