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Prüfung des Meldesystems beim Augusthochwasser

Prüfung des Meldesystems beim AugusthochwasserDresden (30. September) - Das Meldesystem beim Augusthochwasser 2010 beschäftigt seit dieser Woche eine staatliche Expertengruppe. Eigens von Ministerpräsident Stanislaw Tillich eingesetzt, analysieren drei Fachleute rückblickend die Informationswege beim jüngsten Hochwasser. Das Kabinett wurde jetzt über Zusammensetzung, Auftrag und Beginn der Tätigkeit der Kommission unterrichtet.

Die Gruppe soll etwaige Schwachstellen bei der Weitergabe von Informationen beim Anstieg des Hochwassers aufzeigen und analysieren. Falls notwendig sollen die Experten Verbesserungen vorschlagen. Außerdem gilt es das Frühwarnsystem zu überprüfen, mit dem die Bevölkerung informiert und gewarnt wird. Ende des Jahres soll ein Abschlussbericht vorliegen. Bei ihrer Arbeit wird die Kommission durch das Innen- und das Umweltministerium unterstützt.

„Lücken in der Informationsweitergabe können wir uns nicht erlauben", betonte Tillich in Dresden. „Ich erwarte von der Kommission, dass sie unser Hochwasser-Meldesystem auf Herz und Nieren prüft.".

Der Ministerpräsident hatte in seiner Regierungserklärung am 1. September 2010 angekündigt, dass eine Kommission zur Analyse der Meldewege beim Augusthochwasser eingesetzt wird. Die Gruppe wird von Herrn Ministerialdirigent a. D. Dr. Klaus Jeschke geleitet. Weitere Mitglieder sind Herr Landrat a. D. Bernd Greif sowie Herr Ministerialrat a. D. Robert Kolf.

Klaus Jeschke war bis zu seinem Ruhestand 2007 Leiter der Wasserabteilung im Sächsischen Umweltministerium. Bernd Greif war bis August 2008 Landrat des Weißeritzkreises. Robert Kolf war vor seinem Ruhestand Leiter des Referates „Gewässerökologie, Hochwasserschutz, Grundsatzfragen der Wasserwirtschaft" im Nordrhein-Westfälischen Umweltministerium.

SSK - Sächsische Staatskanzlei