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Nachhaltige Stadtentwicklung durch Kunst-am-Bau
Eines größten Pop-Art-Viertel Deutschlands in Zittau eingeweiht
Heute wird in Zittau eines der größten Pop-Art-Projekte Deutschlands eingeweiht - das „Künstlerviertel Zittau". Das modernisierte Quartier ist direkt in die historische Altstadt integriert. Es zeigt, dass der Kontrast zwischen moderner Kunst und alter Bauweise für eine nachhaltige Stadtentwicklung sorgt und das Stadtbild bei Bewohnern und Touristen positiv verändert.
„Das nun sichtbare Ergebnis des mutigen und nicht ganz unumstrittenen Projektes zeigt, dass auch in historischen Städten Experimente gelingen können", erklärt Oberbürgermeister Arnd Voigt aus Zittau.
Etwa 10.000 m² Wohnfläche und 180 Wohnungen werden seit dem letzten Jahr saniert. Der Berliner Künstler Sergej Alexander Dott und die spark::ling AG realisierten an den Fassadenwänden eine einmalige Phantasiewelt. Ein großer, goldener Torbogen in Form einer DNA Doppelhelix verbindet zwei Wohnblöcke über eine Distanz von 16 Metern miteinander und markiert gleichzeitig ein neues Tor in die historische Altstadt.
Einzelne Elemente, die auf die Verbindung zwischen Mensch und Natur Bezug nehmen, stellt der Künstler an den Häuserfassaden dar. So prägen Skulpturen und lebensgroße Zentauren aus Sand die Hauswand. Sie erwecken den Anschein, als würden sie die Hauswand hinab laufen. Die Motive sind vielfältig: an der Hauswand spielende Kinder, Blumenmuster, keltische und ägyptische Zeichen sowie Skulpturen aus Engeln und Schafen. Frische und kräftige Farben sowie verschiedene Figuren und Symbole spiegeln die Leichtigkeit der neuen Gestaltung des Viertels wieder.
Die kreativen Projektentwickler der Berliner spark::ling AG, Christian Kunzendorf (30) und Thomas Behrendt (40), setzten bei diesem Projekt auf den Kontrast zwischen Pop-Art und Altstadt und bewiesen gemeinsam mit der Stadt Zittau Mut zur Veränderung. „Bereits während der Realisierung des Projektes haben wir die enorme Anziehungskraft des Künstlerviertels auf Touristen und Besucher gespürt", erklärt Vorstand Christian Kunzendorf.
Bis auf wenige Wohnungen, die derzeit noch saniert werden, wurde der anfängliche Leerstand in über zwei Drittel der Wohnungen seit Beginn des Projekts im März 2009 kompensiert. Die neue Mieterschaft besteht überwiegend aus Studenten, Singles und Familien.
Der Künstler Sergej Alexander Dott wurde unter anderem durch seine Arbeiten „Himmelsblumen" zum 5-jährigen Jubiläum des Potsdamer Platzes und durch die „Kuuuhnst-Fassade" in der Berliner Kollwitzstraße bekannt. Gemeinsam mit der spark::ling AG realisierte er auch das Projekt „Obersteiner Weg" in Berlin-Weißensee. Hier gestaltete er fünf große Wohnblocks mit auffälliger Installationskunst.
Weitere Informationen zu dem „Künsterviertel Zittau"