Hopfenernte in Sachsen beginnt

In Sachsen beginnt in diesen Tagen die Hopfenernte. Der wichtige Grundstoff für das beliebteste Getränk der Deutschen wird im Freistaat auf 400 Hektar Fläche angebaut. Die Größe der Anbaufläche liegt damit nur gering unter der des Vorjahres (412 Hektar).

Die Hopfenernte in Sachsen wird spätestens Mitte Oktober abgeschlossen sein. Es wird sortenabhängig mit durchschnittlichen Erträgen in Höhe von bis zu 36 Zentnern pro Hektar gerechnet. „Die gesamte Erntemenge wird damit bei knapp 15 000 Zentnern liegen", freut sich Landwirtschaftsminister Frank Kupfer. „Diese Menge würde je nach Sorte für mehr als hundert Millionen Hektoliter Bier reichen". Lange Trockenheit und die große, anhaltende Hitze im Juni sowie im Juli hatten zunächst zu geringfügigen Entwicklungsverzögerungen geführt. In den Monaten Juli und August benötigt Hopfen zur Ertragsentwicklung sowohl viel Wasser als auch Sonne. Die ergiebigen Niederschläge von Ende Juli bis in den August hinein waren deshalb für die Hopfenanbauer günstig.

Sächsischer Hopfen wird hauptsächlich für die Brauwirtschaft produziert und überwiegend exportiert. Die sächsischen Hopfenflächen befinden sich auf dem Gebiet der Städte bzw. Gemeinden Priestewitz, Stauchitz und Klipphausen (Landkreis Meißen), Hartha und Ostrau (Landkreis Mittelsachsen), Elstra und Burkau (Landkreis Bautzen), Löbau und Schönau-Berzdorf a.d. Eigen (Landkreis Görlitz) sowie in Naundorf (Landkreis Nordsachsen). Sie sind Teil des Anbaugebietes Elbe-Saale, das auch die Hopfenanbauflächen in Thüringen und Sachsen-Anhalt umfasst. Mit einer Gesamtfläche von derzeit 1 379 Hektar ist es nach dem Anbaugebiet Hallertau in Bayern (15 387 Hektar) das zweitgrößte Anbaugebiet Deutschlands. Traditionell wird hier überwiegend Bitterhopfen angebaut; in der Hallertau dominiert dagegen der Anbau von Aromasorten.

Hopfen wird in Gerüstanlagen von bis zu acht Metern Höhe angebaut, den sogenannten Hopfengärten. Zur jetzt beginnenden Ernte werden die Reben kurz über dem Boden abgeschnitten und samt Rankdraht vom oberen Spanngerüst gerissen. Auf dem Hof werden die Ranken gleichmäßig in die Pflückmaschine eingehangen. Die eine ganze Halle füllende Maschine pflückt säuberlich und trocknet schonend die Hopfenzapfen.

SMUL - Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft