Hochschule - bessere Studienbedingungen und mehr Qualitaet in der Lehre
Die Sächsische Staatsregierung hat heute dem gemeinsamen Bund-Länder-Programm für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre zugestimmt. Dazu wurde die entsprechende Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern bestätigt. Darüber informierte heute die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Sabine von Schorlemer, vor Journalisten in Dresden.
„Um eine höhere Qualität in der Lehre zu erreichen, brauchen wir eine intensivere Betreuung und Beratung der Studierenden. Mit dem Programm wird die Voraussetzung auch dafür geschaffen, an den Hochschulen besonders in stark belasteten Fächern zusätzliches, qualifiziertes Personal einzustellen", so Sabine von Schorlemer.
Mit dem Programm unterstützen Bund und Länder auf Antrag öffentliche Hochschulen bei der Verbesserung der Studienbedingungen, der Weiterentwicklung der Lehre und der Sicherung der Erfolge der Studienreform. Die Entscheidung trifft ein Auswahlgremium von ausgewiesenen Experten und Vertretern des Bundes und der Länder in zwei Bewilligungsrunden 2010 und 2011. Maßnahmen können für bis zu fünf Jahre gefördert werden, bei positiver Zwischenbegutachtung für weitere fünf Jahre. Der Bund übernimmt die Finanzierung der bewilligten Personal- und Sachausgaben der Hochschulen und auch die Kosten für Verwaltung und Evaluation. Das jeweilige Sitzland stellt die Gesamtfinanzierung sicher; in Sachsen werden dies die Hochschulen aus den ihnen zum jeweiligen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Budgets realisieren können.
Der Bund stellt bis 2020 insgesamt rund 2 Milliarden Euro (2011 bis zu 140 Millionen Euro; 2012 bis zu 175 Millionen Euro, 2013 bis 2020 jeweils bis zu 200 Millionen Euro) zur Verfügung. Das Programm soll unmittelbar nach Unterzeichnung durch die Regie-rungschefs der Länder beginnen; das entsprechende Umlaufverfahren der Ministerprä-sidentenkonferenz wurde jüngst eingeleitet.
Das auch als „dritte Säule des Hochschulpaktes" bekannte Programm ist ein wesentli-ches Ergebnis des Bildungsgipfels zwischen der Bundeskanzlerin und den Ministerprä-sidenten der Länder vom Juni 2010. Es ordnet sich in die Vorhaben von Bund und Ländern zum Erreichen des Zehn-Prozent-Ziels für Bildung und Forschung ein und hat eine Laufzeit von 2010 bis Ende 2020.
SMWK - Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst




