Chancengerechtigkeit von Frauen in der Wissenschaft muss aktiv unterstützt werden

Sächsische Wissenschaftsministerin heute beim Workshop „Chancengleichheit in Berufungsverfahren"

„Wenn wir Frauen den Weg in Führungspositionen in der Forschung ebnen wollen, brauchen wir dafür ganz gezielte Maßnahmen. Die Chancengleichheit in Berufungsverfahren ist dabei ein Thema von besonderer Relevanz, das nicht nur Hochschulen, sondern auch Forschungseinrichtungen betrifft, da sie bei gemeinsamen Berufungen mit in den Berufungsgremien vertreten sind", sagte Sachsens Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Prof. Sabine von Schorlemer, während eines von ihr einberufenen Workshops mit Direktoren und Leitern sächsischer Forschungseinrichtungen im Bereich Materialwissenschaften und Projektoren der sächsischen Universitäten heute im Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung in Dresden.

Als Referentin begrüßte Staatsministerin Sabine von Schorlemer u. a. die Niederländerin Dr. Marieke van den Brink, die in ihrer Promotionsarbeit Berufungsverfahren in den Niederlanden untersucht hat und zu dem Ergebnis kam, dass Genderstereotypen und Geschlechtertendenzen in Berufungsverfahren einen maßgeblichen Einfluss auf die Beurteilung der Kandidatinnen und Kandidaten haben.

Der heutige Workshop ist Teil des Projektes („DIVERSITY - Improving the gender diversity management in materials research institutions"), das Anfang 2009 ins Leben gerufen wurde. Ziel des Projektes ist es, vermehrt Wissenschaftlerinnen in Leitungspositionen zu bringen. Darüber hinaus will das Projekt Solidarität für die Verbesserung der Rolle der Frauen in der wissenschaftlichen Forschung und in Entscheidungsprozessen fördern und für das Problem der Diskriminierung in der Forschung sensibilisieren.

Das Projekt „DIVERSITY - Improving the gender diversity management in materials research institutions" wird von der Europäischen Kommission für drei Jahre mit insgesamt 315.000 Euro aus dem 7. Forschungsrahmenprogramm gefördert.

Die 14 Projektpartner aus elf europäischen Ländern (Deutschland, Belgien, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Österreich, Schweden, die Slowakische Republik, Slowenien und Spanien) sind in unterschiedlichen Führungspositionen überwiegend in der materialwissenschaftlichen Forschung tätig. Für Deutschland sind das Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden und das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst vertreten.

SMWK - Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst