Großräschener Agrarbetrieb punktet mit neuer Verkaufsstelle

Großräschen - Jeden Monat stellt das Brandenburger Landwirtschaftsministerium ein Förderprojekt in den Mittelpunkt, das vom Agrarfonds ELER (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes) unterstützt wird. Das ELER-Projekt des Monats August zeigt, wie durch den Um- und Ausbau einer Verkaufsstelle für Fremdprodukte Synergieeffekte für die Direktvermarktung eigener Produkte entstehen können.

Auf etwa 2.500 Hektar betreibt die Agrargenossenschaft Großräschen (OSL) seit 1991 landwirtschaftliche Pflanzenproduktion und vertreibt neben Getreide, Lupinen und Kartoffeln auch Saatgut aus eigenem Anbau direkt vom Hof. Seit die für die Direktvermarktung genutzte Halle Ende 2008 um eine zusätzliche Verkaufsstelle erweitert wurde, kann der Agrarbetrieb seinen Kunden auch erfolgreicher Fremdprodukte für Haus, Hof und Garten anbieten. Ähnlich wie in einem Bau- und Gartenmarkt sind die beiden Verkaufsbereiche durch einen direkten Durchgang miteinander verbunden. Hier die Produkte aus eigener Herstellung, da die Waren des zusätzlichen Angebotes. Große Auswahl, kurzen Wege.

Investition sichert Absatz-Plus und Arbeitsplätze

Die Investition in attraktivere Verkaufsbedingungen hat sich für die Großräschener Agrargenossenschaft bereits bezahlt gemacht. Die gewünschten „Mitnahmeeffekte" durch die Kundschaft, welche aus einem Einzugsbereich von bis zu 50 Kilometern zum frischen Einkauf kommen, sind deutlich spürbar. Neben der bekannt guten Qualität in der Direktvermarktung eigener Produkte kommt zum Beispiel das Vollsortiment an Tiernahrung für Pferde, Hunde, Katzen, Wellensittiche und Tauben richtig gut an. Ein Service-Plus, das nicht nur den Umsatz um 30 Prozent gesteigert hat, sondern auch noch Arbeitsplätze sichert. Drei von 25 Mitarbeitern in dem von Hans-Joachim Kupz und Reinhard Wolschke betriebenen Landwirtschaftsunternehmen sind im Verkauf beschäftigt.

Ingesamt hat die Agrarnossenschaft Großräschen e.G. fast 250.000 Euro in den Um- und Ausbau der neuen Verkaufsstelle investiert. Mit 94.000 Euro wurde das Bauvorhaben aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) gefördert.

Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg