Ausländische Studenten als Fachkräfte für Deutschland gewinnen
Innenminister Markus Ulbig fordert Gesetzesänderung
In der laufenden Debatte um Zuwanderung von Fachkräften macht der sächsische Staatsminister des Innern, Markus Ulbig, zwei konkrete Vorschläge.
- Erwerbsmöglichkeiten für ausländische Studenten während und vor allem nach dem Studium frei geben Nach geltender Rechtslage dürfen ausländische Studenten während des Studiums nur 180 Tage im Jahr arbeiten. Nach Angaben des Deutschen Studentenwerks haben fast 40% deshalb Finanzierungsschwierigkeiten, weil ihnen BaFög verwehrt ist. Diese Studenten sind in der überwiegenden Zahl sehr gut integriert.
Außerdem dürfen ausländische Studenten neben dem Studium nicht ohne Probleme selbstständig unternehmerisch tätig werden.
Beispielsweise ein Informatikstudent aus der Ukraine darf neben dem Studium keine Softwarefirma gründen.
Innenminister Markus Ulbig: "Wir verhindern wertvolle Initiativen aus der Forschung und Wissenschaft, die der Wirtschaft neue Impulse geben." - Einkommensgrenze für unbefristetes Aufenthaltsrecht auf 40.000 Euro absenken Nach geltendem Recht bekommt derjenige sofort ein unbefristetes Aufenthaltsrecht, der ein Jahreseinkommen ab 66.000 Euro nachweist. Zum Vergleich: Eine deutsche C3 Professur ist mit ca. 61.000 Euro dotiert; Ingenieure verdienen in Sachsen meist zwischen 40.000 und 50.000 Euro.
Ausländische Studenten, die in Deutschland nach dem Studium einen Arbeitsplatz finden, erhalten das Aufenthaltsrecht nur für die Dauer des Arbeitsvertrages. Beispielsweise verliert ein ausländischer Arzt nach Ablauf seiner befristeten Beschäftigung in einer Klinik das Aufenthaltsrecht, obwohl in Sachsen Ärztemangel herrscht.
Innenminister Markus Ulbig: "Das Aufenthaltsgesetz soll denjenigen Brücken bauen, die für unsere Wirtschaft wertvolle Fachkräfte sind. Wir sollten junge Talente, die an deutschen Hochschulen ihren Abschluß gemacht haben und bereits sehr gut integriert sind mit einem unbefristeten Aufenthaltsrecht für Deutschland gewinnen."
SMI - Sächsisches Staatsministerium des Innern




