Treffen der Buergermeister von Goerlitz und Zgorzelec

Am 19. August fand in der Stadtverwaltung Zgorzelec das erste, nach der jüngsten Überschwemmung, persönliche Treffen zwischen dem Oberbürgermeister der Stadt Görlitz Joachim Paulick und dem Bürgermeister der Stadt Zgorzelec, Rafal Gronicz, statt. Unmittelbar nach dem fatalen Flutwochende führten beide Bürgermeister am 9. August ein Telefonat, indem sie Bereiche der eventuellen gegenseitigen Hilfe absteckten. Nun trafen sie sich, um miteinander zu reden und die gute Zusammenarbeit zu bekräftigen.

Hauptthema im Gespräch der beiden Stadtväter am 19. August war das Vorankommen bei den Aufräumarbeiten nach der Überschwemmung sowie der Austausch von Informationen über die Flutschäden auf beiden Seiten der Neiße. Oberbürgermeister Paulick sprach dabei auch das Thema Pressemeldungen an und dementierte Gerüchte über angebliche Ansprüche der Stadt Görlitz an Zgorzelec.

Beide Bürgermeister zeigten sich mit der bisherigen Zusammenarbeit zufrieden. Sie haben auch nicht vor, von bewährten Prozeduren, die für derartige Krisensituationen erarbeitet wurden, abzuweichen, obgleich sie aufmerksam die Arbeit der berufenen deutsch-polnischen Kommission, die sich mit der Effizienz des Informationsflusses in Krisensituationen im Dreiländereck beschäftigt, verfolgen werden. Der deutsche und der polnische Bürgermeister diskutierten Erfahrungen und Ansichten zu den neuesten Ereignissen, zum Schluss des Treffens tauschten sie - mit einem leichten Augenzwinkern in Richtung Medien/Presse, die ausgiebig über angeblich fehlende private Kontakte zwischen den Stadtvätern berichteten - ihre Handynummern aus.

Gleichsam unterstrichen beide übereinstimmend, man sollte in so ernsthaften Ereignissen wie Krisensituationen nicht erwarten, festgelegte Verfahrensweisen außer Kraft zu setzen. Beide sind der Meinung, dass diese Strukturen en überlegtes und effektives Handeln ermöglichen. Ferner hoffen Gronicz und Paulick, dass die aufgrund der jüngsten Ereignisse berufene Kommission Fehler in der gegenseitigen Kommunikation aufdeckt, die in Folge abgestellt werden können - davon profitiert letztlich auch die Europastadt Görlitz/Zgorzelec.

Quelle: PM der Stadtverwaltung Görlitz