Minister Vogelsänger in Peitz: Fischer feiern mit Fastenspeise

Peitz - Brandenburg Agrarminister Jörg Vogelsänger feiert morgen (7. August) mit Fischern und deren hoffentlich zahlreichen Besuchern das 57. Peitzer Fischerfest.

Peitzer Fischer feiern mit FastenspeiseDie Teichwirtschaft Peitz ist mit einer teichwirtschaftlich genutzten Fläche von 1.150 Hektar und einer Produktion von jährlich rund 780 Tonnen Karpfen der größte Karpfenproduzent des Landes. Die Karpfenteichwirtschaft gehört zu den ältesten Formen der Aquakultur weltweit und zu den bedeutendsten dazu. Die Entwicklung der großen Teichgebiete in Europa erfolgte im Mittelalter. Es entstanden unter einfachen Bedingungen große Areale zur Karpfenzucht, vor allem zur Absicherung einer sehr beliebten Fastenspeise. Der Wandel der Zeit beeinflusste naturgemäß die Verzehrgewohnheiten der Menschen. In der heutigen Zeit, vor allem durch den Import der fertigen, tiefgefrorenen Fischfilets aus aller Welt, hat die Karpfenteichwirtschaft mit großen Problemen zu kämpfen. Dabei geht es nicht nur um den Fisch allein, sondern auch um den Erhalt der wertvollen, von der Fischerei geprägten Naturlandschaft.

Die jährliche Speisekarpfenproduktion in dem Lausitzer Fischereibetrieb beträgt rund 550 Tonnen. Pro Jahr werden in Peitz und im Kraftwerk Jänschwalde rund 230 Tonnen Satzkarpfen erzeugt. Weitere wirtschaftlich bedeutende Fischarten sind für den Betrieb Forellen, Wels, Aal, Hecht, Schlei und Zander.

Das Land Brandenburg verfügt insgesamt über 4.300 Hektar Teiche zur Karpfenproduktion. Die gesamte jährliche Speisekarpfenproduktion beträgt rund 1.000 Tonnen. Bei Satzkarpfen schwankt die Produktion in Teichen von 260 bis 400 Tonnen. Damit liegt Brandenburg im Durchschnitt bei einem Ertrag von 260 bis 320 Kilogramm Karpfen pro Hektar. Für eine rentable Karpfenproduktion ist ein Ertrag von mindestens 800 Kilogramm pro Hektar erforderlich. Viele der Betriebe haben sich deshalb ein zusätzliches Standbein in der Gastronomie und im Tourismus geschaffen.

Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft Brandenburg

(Foto: Pressestelle Spree-Neiße)