Neuer Pflegestützpunkt in Forst(Lausitz)
Im Forster Kreishaus bietet jetzt der erste Pflegestützpunkt im Kreis Spree-Neiße ein umfangreiches Beratungs- und Informationspaket zur Pflege. Sozialminister Günter Baaske in seiner heutigen Eröffnungsrede: "Mit den Angeboten des Stützpunkts wird den betroffenen Menschen und ihren Angehörigen konkret geholfen." Er wird gemeinsam getragen von der AOK Berlin-Brandenburg, der Knappschaft-Regionaldirektion Cottbus und dem Landkreis Spree-Neiße.
Der neue Stützpunkt ist der zwölfte im Land Brandenburg. Baaske: "Das Dutzend ist jetzt voll!" Bisher gibt es Stützpunkte in Erkner, Eisenhüttenstadt, Neuruppin, Oranienburg, Werder, Lübben, Senftenberg, Luckenwalde, Potsdam, Schwedt und Cottbus. Mit weiteren Kreisen wird derzeit verhandelt.
Die wohnortnahen Stützpunkte sind ein Kernstück der Pflegereform und wichtige Anlaufstellen für Ratsuchende. Ihre Angebote helfen z. B. bei der Suche nach einem Pflegeheim oder nach der passenden Kombination von Hilfe und Unterstützung, damit Pflegebedürftige möglichst lange in häuslicher Umgebung bleiben können. Im Stützpunkt sind alle Einrichtungen vertreten, die für die Pflege Verantwortung tragen - Kassen, kommunale Altenhilfestrukturen, Sozialhilfeträger. Für den landesweiten Aufbau der Einrichtungen stehen Brandenburg bis Ende 2011 zwei Mio. Euro vom Bund zur Verfügung.
Baaske: "Unter einem Dach und aus einer Hand, gebündelt und vernetzt gibt es im Stützpunkt alle Angebote zu pflegerischen, medizinischen und sozialen Leistungen. Spätestens wenn Pflegebedürftigkeit eintritt, muss schnell, unkompliziert und kompetent geholfen werden – das findet man hier". So kümmern sich Fallmanager um die spezielle Situation des Einzelnen, um erforderliche Anträge und die Vermittlung anderer Hilfen.
In seiner Rede versicherte Baaske: "Wir werden die Stützpunkte bis Ende 2011 ausbauen und landesweit etablieren. Pflege fordert alle heraus und geht alle an. Es geht nicht allein um Geld und Versicherung. Wichtig ist uns ein Klima, in dem sich die Menschen aufgehoben fühlen und das Hilfestrukturen dort schafft, wo sie gebraucht werden. Deshalb ist es wichtig, dass die Kommunen mitmachen."
Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie des Landes Brandenburg


